Fünf Schüler des Thomaeums begeistern vor ausverkauftem Saal mit Professionalität.

John (Andreas Dohmen, l.) macht Claire (Lea Kleinsorge) an und stößt zunächst auf Ablehnung.
John (Andreas Dohmen, l.) macht Claire (Lea Kleinsorge) an und stößt zunächst auf Ablehnung.

John (Andreas Dohmen, l.) macht Claire (Lea Kleinsorge) an und stößt zunächst auf Ablehnung.

Lübke

John (Andreas Dohmen, l.) macht Claire (Lea Kleinsorge) an und stößt zunächst auf Ablehnung.

Kempen. Für fünf Schüler einer US-amerikanischen Highschool ist an einem Samstag Nachsitzen angesagt. Die Zwangsgemeinschaft besteht aus einer Streberin, einem Sportler, einer Irren, einer Prinzessin und einem Kriminellen. So werden sie jedenfalls von außen, besonders von ihrer Lehrerin gesehen.

Es treffen fünf Welten aufeinander, die scheinbar nicht zusammen passen. Die ersten Fragen werden gestellt: „Wie heißt Du? Warum bist Du hier?“ Im Laufe des Tages kommen sich die fremden Jugendlichen näher, verbünden sich gegen die Lehrerin, werden Freunde und teilweise sogar Liebespaare.

Die Aufführung wirkt wie eine Abrechnung mit der Schulzeit

Unter der Koordination des angehenden Abiturienten Andreas Dohmen haben er und vier seiner Mitschüler vom Thomaeum den Spielfilm „The Breakfast Club“ aus dem Jahr 1985 adaptiert (die WZ berichtete). Obwohl es sich eigentlich nicht um eine Komödie handelt, kam das Publikum bei der Premiere von „Don’t forget about me“ am Mittwochabend aus dem Lachen nicht mehr raus.

Das lag vor allem an dem professionellen Auftreten der Schauspieler. Sie wurden eins mit ihren Figuren und spielten diese durchgängig und ohne Pause sehr überzeugend.

Die Aufführung erscheint wie eine kleine Abrechnung der angehenden Abiturienten mit der Schulzeit. Streber, Schleimer, Störenfriede und frustrierte Pädagogen bekommen ihr Fett weg. Mit wohldosiertem Drama und Humor wird die Metamorphose von Einzelgängern zu einer Gemeinschaft gezeigt. Ihre Gegenspieler sind Eltern, Lehrer – und sexuelle Unsicherheit. Das Nachsitzen wird zur Selbsttherapie.

„Don’t forget about me“ wird noch Freitag und Samstag um jeweils 20 Uhr sowie am Sonntag um 18 Uhr aufgeführt. Es gibt noch Karten für vier, ermäßigt 2,50 Euro; Gymnasium Thomaeum, Am Gymnasium 4.

Das nächste Theaterstück am Thomaeum ist „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ von Friedrich Schiller. Das Stück setzt die Reihe „Klassik lebt“ fort. Die Aufführungen sind am 20., 22., 23. und 24. Februar.

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