Von Tom Krebs
Nettetal/Hombergen. Die Suche nach einem Schlittschuhläufer, der am Freitag vermutlich bei dem Versuch, einen der Krickenbecker Seen zu befahren, ums Leben gekommen ist, wurde abgebrochen. Polizei, Feuerwehr und Rettungstaucher gaben nach anderthalbtägiger Suche auf. „Eine weitere Suche hat keinen Sinn. Wir müssen warten, bis die Eisdecke auf dem Hinsbecker Bruch abgetaut ist“, sagte Polizeisprecher Bernd Klein.
Bei dem Mann handelt es sich um einen 43-jährigen Niederländer aus Grubbenhorst nahe der Grenzstadt Venlo. Er hatte am Freitagmorgen sein Haus mit der Absicht verlassen, Schlittschuhlaufen zu gehen. Er parkte seinen Pkw auf dem Parkplatz vor der Biologischen Station Krickenbecker Seen und schnürte die Schuhe. Ein Passant, nach WZ-Informationen ein Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Nettetal, warnte den Mann vor der Gefahr, ins Eis einbrechen zu können.
Der Niederländer betrat dennoch den zugefrorenen See. Als er aus dem Blickfeld des Passanten verschwunden war und einige Zeit nicht mehr auftauchte, alarmierte dieser Polizei und Feuerwehr. Die Einsatzkräfte fanden eine Mütze, die von der Ehefrau des Vermissten identifiziert wurde. Der Schwangeren und dem zweieinhalbjährigen Kind geht es den Umständen entsprechend, teilte die Polizei mit.
Am Samstagmorgen wurde die Suche um 9 Uhr fortgesetzt. Zwei 30-minütige Tauchgänge nach dem Mann an verschiedenen Stellen blieben erfolglos. Auch von einem Polizeihubschrauber aus konnten weder Einbruchstelle noch andere Hinweise auf den Verbleib des Mannes ausgemacht werden.
