Das Lobbericher Autohaus ist in eine finanzielle Schieflage geraten.

Das Autohaus Opel Dohmen an der Süchtelner Straße steckt in der vorläufigen Insolvenz.
Das Autohaus Opel Dohmen an der Süchtelner Straße steckt in der vorläufigen Insolvenz.

Das Autohaus Opel Dohmen an der Süchtelner Straße steckt in der vorläufigen Insolvenz.

Kurt Lübke

Das Autohaus Opel Dohmen an der Süchtelner Straße steckt in der vorläufigen Insolvenz.

Lobberich. Das Autohaus Opel Dohmen steckt in der vorläufigen Insolvenz. Das bestätigte am Freitag Geschäftsführer Guido Dohmen auf WZ-Anfrage. „Wir kämpfen und wollen auf jeden Fall weitermachen“, sagt Dohmen. In erster Linie geht es dem 48-Jährigen darum, alle 20 Arbeitsplätze in dem Betrieb an der Süchtelner Straße zu erhalten. Dohmen führt das Familienunternehmen in dritter Generation. Seit 16 Jahren ist er in der Firma tätig.

Die Sanierung zum Fortbestand des Betriebs ist am 30. April 2012 erstmals öffentlich spürbar geworden. An diesem Tag wurde der Dohmen-Gründungsstandort Bracht aufgegeben. Damals verloren neun Mitarbeiter ihren Job.

Nicht zuletzt durch die Opel-Krise verschlechterte sich das Geschäft seither zunehmend. Deshalb wandte sich Guido Dohmen in dieser Woche an den Krefelder Insolvenzverwalter Thomas Schmitz. Der Rechtsanwalt leitete auf Dohmens Eigenantrag hin das Insolvenzeröffnungsverfahren ein. Dieses dauert zweieinhalb Monate.

Insolvenzverwalter sieht „Chance für einen Neustart“

Schmitz sieht in einer Insolvenz „die Chance für einen Neustart“, wobei das in finanzielle Schieflage geratene Unternehmen abgesichert wird. Seine Aufgabe ist es, eine mögliche Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zu prüfen. Juristisch gesehen verfolgt das Verfahren das Ziel, „sämtliche Gläubiger bestmöglich zu befriedigen“.

Die Löhne aller 20 Arbeitnehmer sind bis Ende März gesichert. Dennoch dämpft Thomas Schmitz den Kampfgeist des Autohaus-Chefs: „Für eine Prognose bezüglich des Erhalts der Arbeitsplätze ist es noch zu früh.“ Schmitz geht davon aus, dass im April das Insolvenzverfahren eröffnet wird. „Alles andere würde mich wundern“, sagt er.

Der Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen soll ebenso weiterlaufen wie der Service. Darin sind sich Insolvenzverwalter und Auftraggeber einig. „Wir befinden uns auf dem Weg der Sanierung“, sagt Guido Dohmen. Er möchte sich neu orientieren und die Firma durch verstärkte Serviceleistungen absichern.

1928 wurde ein Handel für Fahr- und Motorräder gegründet

Sein Großvater Heinrich Dohmen eröffnete am 1. Mai 1928 in Bracht einen Handel für Automobile, Fahr- und Motorräder. Werkstatt und Tankstelle kamen dazu. 1934 folgte die Opel-Vertragshändler-Lizenz. Nach 1967 erweiterte Dohmen um drei Standorte: Dülken, Viersen, Lobberich. 1996 trennte sich Gerhard Dohmen von Viersen und Dülken.

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