Der Ex-Trainer erinnert sich an den Erfolg im Oktober 1995.

Borussia
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Bernd Krauss holte mit Borussia Mönchengladbach 1995 den DFB-Pokal. Im gleichen Jahr gewann er mit seiner Truppe bei Bayern München.

Mönchengladbach. Die Borussia spielt am Samstag beim FC Bayern München. Wenn die Jungs von Lucien Favre den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga doch noch schaffen wollen, dann muss die ein oder andere Überraschung her. Am besten eine, wie am 14. Oktober 1995, als Borussia Mönchengladbach den einzigen Sieg in der Geschichte beim Rekordmeister landete. „Dieses Spiel werde ich nie vergessen“, sagt Bernd Krauss (53).

Kein Wunder, der gebürtige Dortmunder, seinerzeit Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach, gewann mit seiner Truppe 2:1 bei den Bayern. Er erinnert sich noch genau an das Spiel: „Da Fußballer abergläubisch sind und zahlreiche Hotelwechsel nichts gebracht hatten, entschlossen wir uns, erst am Spieltag nach München zu fliegen.“

Dichter Nebel verhindert den pünktlichen Abflug in Düsseldorf

Doch der Tag begann mit einem Schrecken. Krauss: „Es war so nebelig. In Düsseldorf konnten wir nicht abfliegen. Unserem damaligen Manager Rolli Rüßmann standen dicke Schweißperlen auf der Stirn. Schließlich kam doch noch die Starterlaubnis. Erst kurz vor Spielbeginn kamen wir an der Isar an.“

Doch das war nicht der einzige Kummer für den Borussia-Coach, es sollte noch schlimmer kommen. „Unser Torjäger Martin Dahlin fiel kurzfristig verletzt aus, ich hatte keinen Stürmer mehr, musste Stefan Effenberg neben Michael Sternkopf in den Angriff stellen“, berichtet Krauss. Doch die „Notlösung“ erwies sich als Knaller. „Effe erzielte als Mittelstürmer ein sensationelles Tor und wurde zum Matchwinner. Dadurch konnten wir den Bayern erstmals in München die Lederhosen ausziehen. Beim Heimflug haben wir im Flieger dann eine richtige Sause gefeiert“, erzählt der 53-Jährige.

Ein solches „Wunder von München“ wünscht Krauss, der als Aktiver 168 Spiele (acht Tore) für die Fohlenelf bestritt und als Cheftrainer 1995 den DFB-Pokal nach Gladbach holte, den Borussen auch am Samstag. „Ich wohne nach wie vor in Mönchengladbach und drücke den Jungs die Daumen. Ich habe zwölf Jahre bei diesem Verein gearbeitet, die Borussia ist mir ans Herz gewachsen.“

Zur aktuellen Lage bei der Borussia sagt der Ex-Trainer kritisch: „Es ist viel Geld für Zugänge verbrannt worden in den vergangenen Jahren. Es ist unglaublich, dass der Klub jetzt in solche Nöte kommen konnte.“

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