Von Carl Clemens
Birgit Koenen bleibt Vorsitzende der Tönisvorster Liberalen.
Tönisvorst. „Es macht mir weiterhin großen Spaß, mit so einer Mannschaft zu arbeiten“, sagte Birgit Koenen beim Ortsparteitag der Tönisvorster Liberalen. Derzeit hat die FDP in der Apfelstadt 30 Mitglieder. Die Vorsitzende Birgit Koenen wurde einstimmig wiedergewählt, geht also jetzt ins fünfte Jahr.
Koenen nutzte bei ihrer Rückschau die Gelegenheit, sich bei den Aktiven zu bedanken. Blumenpräsente erhielten das ehemalige Ratsmitglied Günter Scheuer, die langjährige Geschäftsführerin Julia Schmitz (sie wurde jetzt von Vanessa Thienenkamp abgelöst) und Hans Josef Manten, der vor wenigen Monaten den Fraktionsvorsitz vereinbarungsgemäß an Torsten Frick abgegeben hatte. Frick war einer der zwei stellvertretenden Vorsitzenden. Seinen Part übernahm jetzt sein Vater Hans-Hugo Frick.
„Boygroup“ der Bundespartei hat mehrfach enttäuscht
Birgit Koenen kam auf die Bundespartei zu sprechen. Vor etwa einem Jahr hatte sie eine thematische und personelle Neuausrichtung angemahnt. „Die habe ich ja auch bekommen. Doch dass die neue Führung so viele handwerkliche Fehler macht, habe ich nicht erwartet“, sagte sie.
Die neue „Boygroup“ habe sie einige Male sehr enttäuscht. Die alte und neue Vorsitzende kündigte in absehbarer Zeit den Besuch von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in Tönisvorst an.
„Was können wir uns in Zukunft noch erlauben?“, fragte Torsten Frick und hoffte auf einen ehrlichen und breiten Dialog, etwa zu den Themen Schwimmbad und Bücherei. An die Adresse von CDU und SPD gewandt, vermisste Frick einen „erkennbaren Sparwillen“.
Gut gewirtschaftet hatte Schatzmeister Marcus Thienenkamp, der ebenso einstimmig wiedergewählt wurde wie der stellvertretende Vorsitzende Kristian Schneider. Die Beisitzer heißen Günter Scheuer, Hans Josef Manten, Thomas Köhler, Olaf Kaiser und Werner Kau.
Abschließend appellierte Birgit Koenen an die Mitglieder: „Wir müssen wieder die Herzen der Menschen ansprechen und mit unserem Handeln die Glaubwürdigkeit, die wir bei unseren Wählern verloren haben, zurück gewinnen. Ich bin mir ganz sicher, dass wir dies schaffen.“
