Die UWT sieht in Tönisvorst Nachholbedarf in der Seniorenpolitik. Es müsse ein Konzept erstellt werden.

Tönisvorst. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Tönisvorst (UWT) fordert, dass die kommunale Seniorenpolitik vor Ort angesichts des demografischen Wandels und der sozialen Veränderungen neu ausgerichtet werden muss. „Es müssen künftige Wohnformen den veränderten Wünschen und Bedürfnissen älterer Menschen angepasst werden“, sagt Michael Lambertz, Vorsitzender der UWT.

„Innerstädtische Grundstücke müssen unter dem Blickwinkel alternativer Wohnformen betrachtet werden.“

Michael Lambertz UWT-Vorsitzender

Die Wählergemeinschaft denkt dabei an betreutes Wohnen, Wohn- und Hausgemeinschaften und mehr. Generationenübergreifende Wohnformen sollten etabliert und die Versorgungsstrukturen ausgeweitet werden.

Zustimmung von den Alter-Nativen

Die UWT hat einen entsprechenden Antrag an den Rat der Stadt Tönisvorst gestellt, ein Handlungskonzept für ältere Menschen ohne und mit Hilfs- und Pflegebedarf zu erarbeiten. Dabei soll im Vordergrund stehen, dass Menschen so lange wie möglich in ihrem persönlichen Umfeld bleiben können und erst, wenn es nicht mehr geht, in eine stationäre Pflegeeinrichtung aufgenommen werden. Dazu sei auch eine Analyse des Ist-Zustandes erforderlich.

„Innerstädtische und zentrumsnahe Grundstücke müssen unter dem Blickwinkel möglicher alternativer Wohnformen für ältere Menschen betrachtet werden“, fordert Michael Lambertz.

Auf große Zustimmung stößt der Antrag bei der Vorsitzenden des Vereins Alter-Nativen, Heidi Sorgalla, die die Erstellung des Handlungskonzeptes begrüßt und alle Politiker im Stadtrat auffordert, sich für die Neuausrichtung der kommunalen Seniorenpolitik einzusetzen.

Demografie: Wie sehr die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Tönisvorst ansteigt, belegt ein Gutachten des Otto-Blume-Instituts Köln, das der Kreis Viersen für die Pflegeplanung beauftragt hatte. Demnach wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen im Jahr 2025 um 61 Prozent höher sein als noch 2005.

 

UWT: Das Gutachten mache deutlich, dass in Tönisvorst das bestehende Angebot an seniorengerechten Wohnungen und insbesondere an betreutem Wohnen sehr gering entwickelt ist und im Vergleich zum Kreisdurchschnitt erheblicher Nachholbedarf besteht, so Michael Lambertz (Foto) für die UWT.

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer