Von Kerstin Reemen
Die Christdemokraten zurren ihre Positionen fest: Es sollen auch künftig alle Schulabschlüsse in Willich möglich sein.
Willich. Sehr gut möglich, dass Eltern zum Schuljahr 2012/13 ihre Kinder an einer zweiten Gesamtschule in Willich anmelden können. Die CDU positioniert sich. Sie sieht klar den Elternwillen in der Stadt: Gerade erst mussten wieder 100 Kinder an der Robert-Schuman-Gesamtschule abgewiesen werden.
Gleichzeitig bangt die Hauptschule in Anrath um eine zweite Eingangsklasse 5. Aktuell haben sich dort nur 32 Schüler für den Sommer angemeldet.
Christian Pakusch, Vorsitzender des Schulausschusses: „Wir wollen Planungssicherheit für Schüler, Eltern und Schulen in der Stadt.“ Eine Gemeinschaftsschule werde es in Willich mit der CDU nicht geben. „Das ist nur ein Schulversuch.“ Eine Gesamtschule passt da viel besser ins Bildungskonzept der Christdemokraten.
Am Montag stellte Pakusch den zeitlichen Fahrplan der Bildungsdebatte vor: „Erst einmal werden wir den Schulentwicklungsplan abwarten, den die Verwaltung im Mai vorlegt. Anschließend werden wir die Zahlen und Entwicklungen beraten.“
Wie soll man mit rückläufigen Schülerzahlen umgehen?
Bis zum Herbst soll eine Lösung gefunden werden, wie man mit den rückläufigen Schülerzahlen umgehen wird. „Mit diesem Fahrplan könnten Beschlüsse für das Schuljahr 2012/2013 umgesetzt werden.“
Bei der Umsetzung einer neuen Schulform favorisiert die CDU die Gesamtschule. Das bestätigen Pakusch und Willichs CDU-Vorsitzender Uwe Schummer übereinstimmend. Laut Pakusch rechne die Verwaltung auch die Gesamtschul-Option in die Prognosen des neuen Schulentwicklungsplans ein.
„Wir sehen Lösungsansätze durch Koorperation einzelner Schulstandorte innerhalb der Stadt oder auch über die Stadtgrenzen hinaus“, sagt Pakusch und nennt ausdrücklich Tönisvorst und Osterath. Ziel der CDU sei es, allen Schülern in Willich weiterhin jeden Schulabschluss anbieten zu können. Und: Eltern sollen weiter die Wahl zwischen Halbtags- und Ganztagsschulen haben.
Die rückläufigen Schülerzahlen in den nächsten Jahren würden auch die Grundschulen treffen. „Momentan sieht die CDU noch keinen so großen Handlungsbedarf wie bei den weiterführenden Schulen“, sagt Christian Pakusch, aber man werde die Entwicklung beobachten.
Im Zweifel werde man prüfen, „ob die Masse an Schulen noch zu halten ist“. Auch hier müsse man über Kooperationen nachdenken.
