252 Kinder wollen im Sommer zur Willicher Gesamtschule wechseln. 107 von ihnen bekommen allerdings eine Absage.

Robert-Schuman
Großbild Reimann, Friedhelm (rei), Bild 1 von 2

Seit 2008 führt die Robert-Schuman-Gesamtschule den Namen Europaschule. Am Europatag ließen Schüler Ballons steigen.

Willich. Die Schreiben mit dem Briefkopf der Robert-Schuman-Europa-Schule gehen heute raus. 145 Briefe mit dem „Ja, angenommen“ werden Familien jubeln lassen. In 107 Fällen steckt aber eine Absage für Viertklässler im Kuvert. Nach dem ersten Frust muss dann Plan B für die Schulwahl her.

Fünf Klassen mit je 29 Schülern werden gebildet

Der Run auf Willichs Gesamtschule hat 2011 ein neues Hoch erreicht: „252 Anmeldungen sind das höchste Ergebnis, das diese Schule seit ihrer Gründung vor 19 Jahren erzielt hat“, sagt Schulleiter Ulrich Graf. Fünf fünfte Klassen mit je 29 Schülern werden am 6. September an den Start gehen. Das neue Spitzen-Ergebnis freut Graf umso mehr, weil doch auch in Willich „eigentlich die Schülerzahlen insgesamt zurückgehen“.

„Dieser Erfolg geht auf die Leistung aller zurück, die an der Schule beteiligt sind: nicht allein auf die Schulleitung, sondern auch auf die Lehrer, Schüler, Eltern und auf die Stadt.“

Ulrich Graf, Schulleiter

Er macht den Erfolg „an jeder Unterrichtsstunde fest, die bei uns erteilt wird. Bei uns wird die individuelle Förderung außerordentlich ernst genommen“, sagt er selbstbewusst und verweist auch auf die „hohe Nachfrage in der gymnasialen Oberstufe“. Hier nimmt die Willicher Gesamtschule „maximal 110 Schüler auf“. Eine Rolle spiele offenbar auch die längere Schulzeit bis zum Abitur, neun, statt acht Jahre. „G 8 ist ja als sehr stressbeladen diskutiert worden.“ Unter den Kindern, die sich angemeldet haben, seien „relativ wenige Kinder mit einer Hauptschuleempfehlung“ gewesen. Graf glaubt daher an ein gutes Anmeldeergebnis für die Johannesschule.

Familien sollen genug Zeit für die Umorientierung haben

Am Samstag erst endete die Anmeldefrist, gestern standen die Entscheidungen, wer RSE-Schüler wird und wer nicht, bereits fest. Deshalb gehen heute die Briefe raus. Graf erklärt das vorgelegte hohe Entscheidungs-Tempo: „Wir wollen allen Familien, die keine Zusage bekommen, genügend Zeit für die Umorientierung geben.“

Die Anmeldetage an den übrigen weiterführenden Schulen der Stadt (Lise-Meitner-Gymnasium, Willi-Graf-Realschule, Johannesschule Anrath) sind Anfang März. Für das St. Bernhard gelten besondere Termine.

 

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