Ein Behindertenbeauftragter soll in Willich zunächst ehrenamtlich eingesetzt werden. Die Stelle wird ausgeschrieben.

Willich. Die Stadt wird sich langsam an das Thema „Behindertenbeauftragter“ herantasten. Die CDU-Fraktion hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Sie möchte, dass die Verwaltung die vorhandenen Personalressourcen nutzt, dass also niemand dafür eingestellt werden muss.

Der Behindertenbeauftragte soll gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Inklusion“ einen kommunalen Aktionsplan erstellen. Die Umsetzung der entsprechenden UN-Behindertenrechtskonvention erfordert die Einbeziehung weiterer gesellschaftlicher Gruppen aus Wirtschaft, Sport, Politik, Kultur, Kirchen und so weiter.

Die Stadtverwaltung soll eine Satzung erstellen

Der Haupt- und Finanzausschuss beschloss einstimmig, eine Satzung für einen ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten von der Verwaltung erstellen zu lassen. Dabei kann man auf vorhandene Regelwerke in anderen Städten zurückgreifen:

So ist die Position des Behindertenbeauftragten beispielsweise in Tönisvorst bereits besetzt. Außerdem soll die Stelle ausgeschrieben werden. Ein Gehalt wird der- oder diejenige nicht beziehen, die Aufwandsentschädigung soll sich an der für Schiedsmänner orientieren.

CDU-Fraktions-Chef Siegfried Kirsch erwartet nach zwölf Monaten einen Bericht des künftigen Behindertenbeauftragten. Bernd-Dieter Röhrscheid (SPD) stimmte dieser Vorgehensweise zu: „Zumindest im ersten Schritt sollten wir den Behindertenbeauftragten im ehrenamtlichen Bereich ansiedeln.“

Ein Gremium soll den Ehrenamtler unterstützen

Inklusion will die Einbeziehung behinderter Menschen in alle Lebensbereiche erreichen.

Inklusion beginnt bei der gemeinsamen Erziehung von behinderten und nicht behinderten Kindern.

Inklusion setzt sich fort mit der Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt und mit gemeinsamem Wohnen von Behinderten und Nichtbehinderten. rudi

Die SPD sei jedoch skeptisch, ob die zu erwartende Fülle von Aufgaben auf Dauer von einem Ehrenamtler erledigt werden können. Möglicherweise könne ihn ein Gremium, vergleichbar mit dem Seniorenbeirat, unterstützen.

Franz-Josef Stapel von der FDP zweifelte ebenfalls daran, dass ein Ehrenamtler das alles schaffen kann: „Langfristig brauchen wir wohl eine hauptamtliche Kraft.“

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