Der Standort an der Viersener Straße wird weiter ausgebaut.

Froh, dass die Intensivstation fertig ist: Jean Haan, Thomas Huppers, Jürgen vom Dahl, Ulrich Kania und Joachim Püllen, v.l.
Froh, dass die Intensivstation fertig ist: Jean Haan, Thomas Huppers, Jürgen vom Dahl, Ulrich Kania und Joachim Püllen, v.l.

Froh, dass die Intensivstation fertig ist: Jean Haan, Thomas Huppers, Jürgen vom Dahl, Ulrich Kania und Joachim Püllen, v.l.

Jörg Knappe

Froh, dass die Intensivstation fertig ist: Jean Haan, Thomas Huppers, Jürgen vom Dahl, Ulrich Kania und Joachim Püllen, v.l.

Mönchengladbach. Schlaganfall-Patienten der Kliniken Maria Hilf werden jetzt im Franziskushaus an der Viersener Straße behandelt. „Rettungsdienste und Ärzte sind informiert, dass sie uns nicht mehr an der Sandradstraße finden“, sagt Jean Haan, Chefarzt der Neurologie.

Die neue Intensivstation im St. Franziskus wurde nun in Betrieb genommen. Die Chirurgische Abteilung mit Notaufnahme und Intensivstation bleibt an der Sandradstraße. „Wenn jemand versehentlich noch dort hin geht, verlegen wir ihn im Notfall“, sichert Haan zu. Die Neurologie am Maria Hilf ist mit 95 Betten eine der größten Kliniken Deutschlands.

Die Intensivstation besteht aus vier parallel angeordneten, miteinander verbundenen Gebäudeteilen, die jeweils zwölf Intensivbetten beherbergen. Auch die Kardiologie wird hier zwölf Betten haben. „Aber wir sind flexibel, jede Abteilung kann auch mehr oder weniger Betten beanspruchen“, sagt Professor Jürgen vom Dahl, Chefarzt der Kardiologie, dem bisher neun Intensivzimmer zur Verfügung standen.

Nähe zu den Kollegen

Sowohl die Krankenzimmer als auch die Zimmer für die Medikamenten-Versorgung sind gleich aufgeteilt und ausgestattet. Pflegerinnen und Pfleger können sich genauso zur Seite stehen wie die Ärzte der verschiedenen Abteilungen. „Wir erhoffen uns davon weitere Synergieeffekte“, sagt Thomas Huppers, Pflegedirektor der Kliniken. „Es ist gut, wenn ein Neurologe in der Nähe ist, wenn ein Herzinfarktpatient plötzlich nicht mehr ansprechbar ist.“

Die Nähe zu den Kollegen ergänzt die Vernetzung, die auf technischer Ebene vollzogen wurde. Alle Überwachungsgeräte sind mit der Stationszentrale elektronisch verbunden, die Dosierung der Medikamente kann mit Computer-Hilfe erfolgen. „An Diagnosegeräten stehen außerdem MRT und CT bereit“, sagt vom Dahl.

Die Intensivstation ist nach der Inbetriebnahme des Bettenhauses vor 18 Monaten der zweite abgeschlossene Teilbauabschnitt der beiden Bauabschnitte vier und fünf. Die sind seit 2006 in Planung und sollen Mitte 2013 fertig sein. „Mit denen wollen wir das internistische und neurologische Zentrum an diesen Standort holen“, sagt Professor Ulrich Kania, der ärztliche Direktor. Ein Bettenhaus und ein allgemeines Diagnosezentrum gehören ebenfalls dazu.

Bis Ende 2012 soll noch ein neuer Haupteingangs-Bereich fertig gestellt werden. „Von dem aus sind dann sämtliche Ambulanzen zu erreichen“, sagt Manfred Frank (Gebäudeplanung).

Franziskushaus wird weiter ausgebaut

Bis 2013 wird auch der Bauabschnitt 5.1 fertig, eine allgemeine Notaufnahme, der Intensivstation vorgelagert, die ebenfalls direkt vom Haupteingang aus erreicht werden kann. „Wir haben großes Glück, dass wir so viel Fläche zur Verfügung haben“, sagt Joachim Püllen, der Geschäftsführer der Kliniken. So könne man bauen, ohne den Betrieb zu beeinträchtigen.

Die Gebäudeteile O und P mit der Intensivstation kosteten rund 42 Millionen Euro. Für das Bettenhaus wurden 20 Millionen Euro ausgegeben, acht Millionen soll die allgemeine Notaufnahme kosten.

Bis 2018 soll die Chirurgie von der Sandradstraße ans Franziskushaus ziehen.

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