Für die Begegnung gegen Köln kündigt die Polizei konsequente Maßnahmen an.

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Treffen die Borussen auf ihren alten Rivalen aus Köln, ist das Polizeiaufgebot – wie hier bei der Begegnung im Jahr 2009 – besonders groß.

Mönchengladbach. Mehrere Hundertschaften der Polizei, Hubschrauber, Spürhunde – das Derby der Borussen am Sonntag, 15.30 Uhr, gegen den Erzrivalen 1. FC Köln ist nicht nur aus sportlicher Sicht ein Großkampftag. Der VfL rechnet mit einem ausverkauften Borussia-Park (54 057 Plätze), mindestens 8000 Kölner Fans werden erwartet.

Vom DFB ist die Bundesliga-Partie mit erhöhtem Sicherheitsrisiko eingestuft worden. Es gilt ein Glasflaschen- und Dosenverbot, intensive Personenkontrollen sind angekündigt, im Stadion wird kein Alkohol ausgeschenkt.

„Erfahrungsgemäß sind bei Sonntags-Spielen die alkoholbedingten Gewalttaten und Auseinandersetzungen um einiges geringer.“

Ein Polizeisprecher

„Das ist ein besonderes Spiel, der Derby-Charakter wird unverkennbar sein. Unser Ziel wird es sein, für die Sicherheit der friedlichen Fans und Besucher zu sorgen“, sagt Reinhard Lenzen-Fehrenbacher, Einsatzleiter der Polizei. Er gehe davon aus, dass es den Einsatzkräften gelingen wird, „mit konsequenten Maßnahmen“ die friedlichen Fans von den gewaltbereiten zu trennen.

So dürfen 103 Kölner Chaoten gar nicht erst anreisen, 42 Krawallmachern aus Gladbach wird der Zutritt zu bestimmten Zonen verboten. Gewaltexzesse wie bei den Derbys in den Jahren zuvor sollen mit aller Macht verhindert werden.

Seit FC-Fans einer Gladbacher Ultragruppierung die Fahne gestohlen und diese im April 2008 während des Derbys in Köln zerrissen haben, kommt es beim Aufeinandertreffen beider Klubs immer wieder zu heftigen Fan-Ausschreitungen.

Karten Bis auf Karten für die beiden Fanbereiche sind noch Tickets in fast allen Kategorien erhältlich. Borussia verlangt für diese Partie einen Topspiel-Zuschlag.

Jubiläum Es ist das 100. Bundesliga-Spiel im Borussia-Park seit der Eröffnung am 30. Juli 2004. In den 99 Begegnungen in der Borussen-Arena gab es 37 Siege, sowie je 31 Unentschieden und 31 Niederlagen. Der Borussia-Park war in 24 von bislang 99 Bundesliga-Spielen ausverkauft.

In diesem Zusammenhang ist es nach Polizeiangaben von Vorteil, dass das Derby diesmal an einem Sonntag stattfindet. „Erfahrungsgemäß sind bei Sonntags-Spielen die alkoholbedingten Gewalttaten und Auseinandersetzungen um einiges geringer“, so ein Sprecher.

Zusätzlich gewinnt das 78. Derby an Brisanz, da Liga-Schlusslicht Borussia sechs Spieltage vor Saisonschluss gewinnen muss, um weiterhin auf eine Last-Minute-Rettung hoffen zu können. Die Kölner hingegen würden den alten Rivalen nur allzu gerne weiter Richtung zweite Liga schubsen.

Die Polizei rät allen Besuchern des Spiels, so früh wie möglich anzureisen und dabei auf öffentliche Verkehrsmittel zurückzugreifen. Von den Bahnhöfen Rheydt und Mönchengladbach sei der Borussia-Park „ganz entspannt“ per Shuttle-Service zu erreichen.

Wer von außerhalb die Parkplätze rund um die Gladbacher Arena per Pkw und Navigationsgerät ansteuert, sollte sich nicht zur Ausfahrt Holt leiten lassen, sondern die Ausfahrt Nordpark nehmen.

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