Bürger von der Mühlenstraße wollen gegen die Belastung durch die veränderte Führung des Verkehrs in Rheydt demonstrieren.

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Großbild Jörg Knappe

Monika Reh wohnt in ihrem Elternhaus an der Mühlenstraße. Sie macht gemeinsam mit anderen Anwohnern mobil gegen die veränderte Verkehrsführung in ihrem Viertel.

Mönchengladbach. Monika Reh fühlt sich überfahren – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor ihrem Fenster habe sich der Verkehr verdoppelt, es sei laut, die Abgase stauten sich in der engen, beidseitig bebauten Straße, klagt sie. Was sie erbost und wogegen sie sich wehrt, ist die veränderte Verkehrsführung am Rheydter Ring.

„Die Wohnqualität wird dadurch völlig kaputt gemacht.“

Monika Reh, Anwohnerin

Wo früher die Mühlenstraße als Einbahnstraße nur von der Gartenstraße in Richtung Brucknerallee befahren werden konnte, fließt heute der Verkehr zweispurig Richtung Gartenstraße – als Teil des Rheydter Rings.

„Die Wohnqualität an der Mühlenstraße wird dadurch völlig kaputt gemacht“, sagt die Rheydterin, deren Eltern das Haus an der Mühlenstraße gebaut haben, in dem sie heute selbst lebt. Seit 2008 kämpft sie gegen die Veränderungen in der Verkehrsführung in der Rheydter Innenstadt. Als das neue Innenstadtkonzept für Rheydt vorgestellt wurde, erfuhr Monika Reh von den Verkehrsplanungen und machte mobil. Unterschriften wurden gesammelt, 160 Rheydter unterschrieben. Dann wurde eine Bürgerinitiative gegründet.

Einen Erfolg verbucht die Bürgerinitiative für sich

Einen Erfolg konnte die Initiative schon verbuchen: Die untere Mühlenstraße zwischen Brucknerallee und Gartenstraße ist weiterhin Einbahnstraße. Ursprüngliche Planungen hatten die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung und eine Nutzung der Straße in beide Fahrtrichtungen vorgesehen. Doch den Anwohnern reicht das nicht: Sie wollen eine Verkehrsberuhigung.

„Der Verkehr muss reduziert werden, egal wie“, fordert Monika Reh. Möglich sei ein Verbot für Lastwagen oder die Einrichtung einer Tempo-30-Zone. Das sei auch im Interesse des Kindergartens, der an der oberen Mühlenstraße liege.

Fußmarsch am kommenden Samstag ab 12 Uhr

Am 12. September 2011 wurden in der Rheydter City Schilder getauscht und Straßen neu markiert. In der Woche drauf lief der Verkehr anders. Teilstücke von vier Einbahnstraßen wurden „umgedreht“ – von der Stresemann-,  Harmonie-, Markt- und Hugo-Preuss-Straße.

Die geänderte Verkehrsführung soll zunächst sechs Monate getestet werden.

Um 12 Uhr soll die Demo am Markt (Hauptstraße) starten. Die Anwohner ziehen über Marktstraße, Harmonieplatz, Friedrich-Ebert- und Mühlenstraße.

Fragen an die Bürgerinitiative: Tel. RY 614737.

In der Entlastung der Hauptstraße, die eins der Ziele der neuen Verkehrsführung ist, sieht Monika Reh gar keinen Sinn. „Warum muss man den Marktplatz überhaupt zusperren“, fragt sie. „Die Hauptstraße ist doppelt so breit wie die Mühlenstraße.“

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, ruft die Bürgerinitiative nun am Samstag, 14. Januar, zu einer Demonstration auf: Um 12 Uhr geht es am Rheydter Markt los.

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