Der Kunstschütze der Borussia wird bereits mit VfL-Legende Günter Netzer verglichen.

Juan Arango trifft mit diesem Schuss zum 2:0 gegen Mainz.
Juan Arango trifft mit diesem Schuss zum 2:0 gegen Mainz.

Juan Arango trifft mit diesem Schuss zum 2:0 gegen Mainz.

Kruck

Juan Arango trifft mit diesem Schuss zum 2:0 gegen Mainz.

Mönchengladbach. Der Geniestreich von Juan Arango: ein 44-Meter-Schuss mit links zum 2:0 von Borussia Mönchengladbach beim Bundesliga-Heimtriumph gegen Mainz 05. Auch am Tag danach schwärmte davon so ziemlich jeder Fußball-Fan im Borussia-Park.

„Juan ist immer für eine verrückte Nummer gut“, sagte Mannschaftskollege Patrick Herrmann. „Unfassbar, dass er den Ball direkt nimmt, dann geht die Kugel auch noch rein. Da passte ja alles bei dem Schuss. So etwas könnte ich dutzende Male im Training probieren, aber das würde mir nicht gelingen.“

Für Cheftrainer Lucien Favre ist Arangos Kunstschuss gar ein „Wunder“ gewesen, Stürmer Mike Hanke will darin das „Tor des Jahres“ gesehen haben. Und der frühere Borussen-Star und ehemalige Nationalspieler Stefan Effenberg antwortete beim Bezahl-Sender Sky auf die Frage, ob Arango einen noch feineren Fuß besitze als Fohlen-Legende Günter Netzer: „Ja, ich glaube schon. Er hat eine außergewöhnliche Pass- und Schussqualität, nicht nur in der Schärfe und Härte, sondern auch im Gefühl. Für mich ist es ganz klar das Tor des Monats.“

Arango selbst zeigte sich gestern von dem ganzen Rummel um seine Person unbeeindruckt. Nach dem Duschen nahm er sich viel Zeit für die wartenden Fans und Autogrammjäger. Dass ihn die Anhänger für seine tollen Leistungen in den vergangenen Wochen nach dem Mainz-Spiel mit Sprechchören gefeiert haben, sei ihm unter die Haut gegangen, verriet der 32 Jahre alte Venezolaner später. „Es war ein ganz besonderes Gefühl für mich“, so Arango. „Es hat mich glücklich gemacht, unseren Fans ein solches Tor zu schenken und nach dem Spiel mit der Mannschaft und ihnen den Heimsieg zu feiern.“

Vor allem sei aber wichtig, dass Borussia wieder Tuchfühlung zu den Europapokal-Plätzen aufgenommen und den Abstand zu den Abstiegsplätzen vergrößert habe. „Nach der schweren Anfangsphase in der Saison hatten wir immer die Angst im Nacken, da unten hinein zu rutschen. Die spüren wir vorerst nicht mehr“, sagte Arango.

Nun gelte es zum Abschluss der Hinrunde dem FC Bayern München am Freitag in der Allianz-Arena einen packenden Kampf zu liefern. Arango: „Wir werden keine Punkte verschenken, wollen etwas mitnehmen – auch wenn der FC Bayern eine sehr starke Mannschaft hat.“

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