40 000 Fans sehen den 3:0-Sieg des Weltmeisters.

Länderspiel
Großbild Johannes Kruck

Durfte gegen Spanien erst ab der 47. Minute ran: Juan Arango.

Mönchengladbach. Als Juan Arango den Rasen des mit 40 000 Zuschauern ausverkauften „Estadio Jose Antonio Anzoategui“ betrat, war die Partie schon entschieden. Alle drei Tore erzielte Weltmeister Spanien beim 3:0 (3:0)-Erfolg bei seinem mit Spannung erwarteten Gastspiel in der südamerkanischen Fußball-Diaspora bereits vor der Pause.

Überraschenderweise hatte sich Trainer Cesar Farias kurzfristig für die gleiche Startformation wie beim vorangegangenen Länderspiel gegen Guatemala (2:0) vor knapp einer Woche entschieden. Daher musste der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach zunächst auf die Bank.

Farias hatte dies aus Gründen der Kontinuität getan. „Wir müssen nicht nur an die erste elf, sondern an alle 30 Spieler im Kader denken“, so der Trainer des venezolanischen Nationalteams, der die Partie gegen Spanien somit zu einem letzten Härtetest auch für Wackelkandidaten für die anstehende Copa America (1. bis 24. Juli) in Argentinien nutzte.

Juan Arango hatte die beste Chance seines Teams in der zweiten Hälfte

Der Begeisterung der Venezolaner tat das keinen Abbruch. Laut einem Bericht der Tageszeitung „Panorama“ verkündete Gouveneur Tarek William Saab kurzerhand den Dienstag per Dekret in drei Gemeinden des gastgebenden Bundesstaates Anzoátegui zum Feiertag – weil der Weltmeister zu Gast ist.

Während Venezuela also noch nach seiner optimalen Formation suchte, machte der Welt- und Europameister kurzen Prozess: David Villa (5.), Pedro Rodríguez (20.) und Xabi Alonso (45.) erstickten alle venezolanischen Hoffnungen auf einen Überraschungsgcoup schnell im Keim. Bei allen drei Toren machte Keeper Renny Vega zumindest nicht den allersichersten Eindruck.

Das Testspiel gegen Spanien ist für Venezuela der letzte Härtetest vor der Copa America (1. bis 24. Juli) in Argentinien. Insgesamt nehmen zwölf Länder am ältesten Nationenturnier der Welt teil. Dort treffen die venezolanischen Bundesligaspieler Juan Arango und Tomas Rincon (Hamburger SV) in der Vorrunde auf Brasilien (3. Juli), Ecuador (9. Juli) und Paraguay (13. Juli). Übersteht Venezuela die Vorrunde und schafft den Sprung bis ins Finale, würde Juan Arango der Borussia bis Ende Juli nicht zur Verfügung stehen.

Während Arangos Bundesliga-Kollege Tomas Rincon vom Hamburger SV durchspielte, durfte sich der Mönchengladbacher erst ab der 47. Minute der Kapitänsbinde überstreifen.

Arango kam für Yohandry Orozco vom VfL Wolfsburg und brachte zugleich etwas mehr Struktur in die Partie der Hausherren. Arango war es dann auch, der die größte venezolanische Chance der Partie auf dem Fuß hatte. Doch Barcelonas Keeper Victor Valdes hielt seinen Kasten an diesem Tag sauber.

Venezuela beendet seine Testserie am Samstag mit einem weiteren Länderspiel gegen Mexiko. Dann soll Kapitän Juan Arango auch wieder in der Startformation stehen. Bei der Copa America trifft Venezuela in Gruppe B auf Brasilien, Paraguay und Ecuador.

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