Der US-Amerikaner hat in Gladbach keine Zukunft. Im Interview erklärt er wieso.

Michael Bradley durfte bei der Saisoneröffnung im Juli mit ins Stadion einlaufen. Doch er hat in Gladbach keine Zukunft.
Michael Bradley durfte bei der Saisoneröffnung im Juli mit ins Stadion einlaufen. Doch er hat in Gladbach keine Zukunft.

Michael Bradley durfte bei der Saisoneröffnung im Juli mit ins Stadion einlaufen. Doch er hat in Gladbach keine Zukunft.

Dieter Wiechmann

Michael Bradley durfte bei der Saisoneröffnung im Juli mit ins Stadion einlaufen. Doch er hat in Gladbach keine Zukunft.

Mönchengladbach. Bei Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach steht Michael Bradley nach seiner Rückkehr von Aston Villa derzeit auf dem Abstellgleis. Das Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg verfolgt der Mittelfeldspieler erneut von der Tribüne. Die WZ sprach mit dem 24-Jährigen über seine Situation.

Haben sie bei Borussia noch eine Zukunft?

Bradley: Wohl kaum. Man hat mir klar gemacht, dass ich mir besser einen neuen Verein suche.

Wer hat ihnen das klar gemacht?

Bradley: Trainer Lucien Favre hat mir gesagt, dass er die Saison ohne mich plant.

Sie werden also nicht mehr für Borussia spielen?

Bradley: Ich gehöre im Training nicht voll dazu, ich bin nicht im Kader. Sie haben die Entscheidung getroffen, mit anderen Spielern zu planen. Das muss ich akzeptieren. Ich bin für alles offen, will keine Türen zuschlagen. Aber es ist wohl besser, zu gehen.

Enttäuscht?

Bradley: Für mich ist das hier ein toller Klub mit super Fans. Ich habe sehr gerne für Borussia gespielt, immer versucht, alles zu geben. Ich verstehe aber, wie gewisse Dinge sich entwickelt haben. Ich will hier keinen Ärger machen.

War es ein Fehler, zu Aston Villa zu wechseln?

Bradley: Es war ein guter Schritt in meiner Karriere, eine wichtige Erfahrung als Sportler und als Mensch. Natürlich habe ich da nicht die Rolle gespielt, wie ich mir das gewünscht habe.

Warum haben Sie Borussia denn mitten im Abstiegskampf verlassen. Es heißt, Sie wollten unbedingt weg?

Bradley: Michael Frontzeck hat mir damals in einem offenen und ehrlichen Gespräch in seinem Büro mitgeteilt, dass er nicht mehr auf mich setzt. Das war der Grund. Mein Wechsel war keine Respektlosigkeit dem Verein gegenüber.

Verhandeln Sie schon konkret mit einem neuen Klub?

Bradley: Es gibt Gespräche. Aber Utrecht oder die Major League Soccer sind kein Thema. Das Ziel ist eine Top-Liga in Europa.

Ihr Vater Bob wurde von Jürgen Klinsmann als US-Trainer abgelöst?

Bradley: Natürlich ist das auf der persönlichen Ebene keine leichte Situation. Aber so ist das Geschäft.

Ihr Eindruck von Klinsmann?

Bradley: Die ersten Tage mit ihm waren gut, das Training, alles hat gepasst. Klinsmann war ein unglaublicher Spieler, er hat als Trainer mit Deutschland bei der WM 2006 Unglaubliches geleistet. Die Zeit bei Bayern München war nicht ganz so erfolgreich – aber auch das gehört zu diesem Geschäft.

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