Bei der Partie der Borussia gegen den 1. FC Köln gab es laut Polizei zwar Provokationen, aber kaum Gewalt.

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Großbild Reichartz

Einige Köln-Fans schafften es, mit Bierflaschen im Zug bis zum Bahnhof Rheydt zu kommen.

Mönchengladbach. Schon ab 12 Uhr kreisten die Hubschrauber über der Stadt. Mit einem Großeinsatz versuchten die Einsatzkräfte von Polizei und Bundespolizei, ein möglichst friedliches Derby zu garantieren. Und aus ihrer Sicht ist das gelungen.

„Wir sind sehr zufrieden. Es blieb absolut friedlich. Es gab im Vorfeld das Übliche, ein bisschen Provokation, wenn sich Kölner und Gladbacher Fans begegneten. Aber das war es auch“, bilanzierte Polizeisprecher Peter Spiertz.

Im Stadion selbst versuchten einige der 7500 FC-Anhänger mit einer „Tod und Hass dem VfL“-Fahne die Stimmung aufzuheizen. Auch das ein oder andere Feuerwerk wurde im Kölner Block gezündet. Den Einsatzkräften kam aber entgegen, dass hunderte Kölner bereits in der 67. Minute – nach dem 5:1 der Fohlen – das Stadion im Nordpark verließen. Auch so lassen sich Fangruppen trennen. Nur „Problemfans“ aus Köln mussten noch ausharren. Sie wurden bis 17.45 Uhr im Stadion festgehalten.

25 Menschen wurden laut Spiertz vor dem Anpfiff in Gewahrsam genommen und kamen gar nicht erst ins Stadion: „Aus ganz unterschiedlichen Gründen, wegen Alkohol, Pyrotechnik oder Sachbeschädigungen.“ So gab es in und an Bussen Schäden oder Fans sprühten Graffiti. An der Aachener Straße auf Höhe Engelsholt wurde ein Bus voller Köln-Anhänger beworfen. Die Polizei schritt sofort ein und erwischte die Täter.

Flaschen und Dosen am Bahnhof trotz Verbots

Die Bundespolizei, die mit dem Zug anreisende Kölner vom Bahnhof der Domstadt bis nach Rheydt begleitete, hat laut ihrem Sprecher Armin Roggon „nur vereinzelte Anzeigen wegen Körperverletzungen von FC-Fans untereinander und Landfriedensbruch“ auf der Liste. Einige Wildpinkler, die durch den Zaun einer Versorgungs-Station für Einsatzkräfte urinierten, müssen mit einem Ordnungswidrigkeits-Geld rechnen.

Der intensive Fandialog im Vorfeld hat nach Ansicht der Einsatzkräfte gewirkt. „Wir haben den Einsatz und unsere Zielrichtung frühzeitig transparent gemacht“, sagte Gesamteinsatzleiter Polizeidirektor Reinhard Lenzen-Fehrenbacher. „Das alles hat sich auf den Einsatz ausgewirkt. Wir hatten deutlich weniger Beamte im Einsatz.“ 2009 und 2010 hatte es beim Derby Ausschreitungen gegeben.

Dass trotz des Glas- und Dosenverbots unter anderem rund um den Rheydter Bahnhof Köln-Fans mit Bierflaschen und -dosen zu sehen waren, erklärt Bundespolizei-Sprecher Roggon damit, dass es in Köln keine „Vollkontrolle“ gegeben habe. „Von der Mehrzahl der Menschen ist das Verbot aber beachtet worden.“ Andere seien angesprochen worden, wenn sie etwas dabei hatten. „Wir waren in Köln mit vielen Kräften vor Ort, haben Rucksäcke kontrolliert.“ In Rheydt seien die Fans dann noch einmal angesprochen worden. Damit sie die Shuttle-Busse ohne Flaschen und Dosen bestiegen.

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