Der erste Gegner von Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal heißt Jahn Regensburg.

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Großbild Rainer Jensen

Seit 1995 wartet Borussia Mönchengladbach auf einen Sieg im DFB-Pokal-Finale. Fans kritisieren, der Verein vernachlässige den Pokal. (dpa)

Mönchengladbach. Er ist 52 Zentimeter hoch, über sechs Kilogramm schwer, besteht aus mit 250 Gramm Feingold feuer-vergoldetem Sterlingsilber. Wer den DFB-Pokal gewinnen will, muss sechs Mal in Folge als Sieger den Platz verlassen – egal, wie der Gegner heißt. Drei Mal (1960, 1973 und 1995) hat die Gladbacher Borussia den nach der Meisterschaft zweitwichtigsten Titel in Fußball-Deutschland bislang geholt.

Und niemand im Borussia-Park hätte was dagegen, wenn die Fohlen im Finale 2012 den amtieren Pokalsieger Schalke 04 beerben würden. Schließlich gilt der Pokal-Wettbewerb auch als der kürzeste Weg nach Europa. Der Sieger ist inzwischen direkt für die Hauptrunde der Europa League qualifiziert. „Ich verspreche, wir versuchen es“, so Sportdirektor Max Eberl auf der Jahres-Hauptversammlung Borussias Ende Mai auf die Frage eines Fans, wieso der Klub den DFB-Pokal so häufig sträflich vernachlässigt.

Die erste Hürde auf dem beschwerlichen Weg zum Final-Spielort Berlin steht für den VfL inzwischen auch schon fest: Drittligist Jahn Regensburg. „Das ist sicherlich ein unangenehmer Gegner. Die Mannschaften in der 3. Liga sind alle sehr gut aufgestellt. Dennoch ist es für uns als Bundesligist natürlich eine lösbare Aufgabe“, sagt Eberl. Rund 570 Kilometer sind’s von der Hennes-Weisweiler-Allee bis nach Ostbayern und zum Regenburger Jahnstadion (11 800 Plätze). In der Universitätsstadt an der Donau ist die Vorfreude auf das Duell gegen Altmeister Gladbach riesengroß. Franz Gerber, Geschäftsführer Sport beim Drittligisten, sagt: „Ein tolles Los. Ich bin mir sicher, dass unser Stadion ausverkauft sein wird. Borussia ist ein spielstarkes Team und sehr interessant. Nach den Krachern Bayern, Schalke und Dortmund kommt Mönchengladbach von der Attraktivität gleich dahinter.“

In der abgelaufenen Saison landete Regensburg auf Platz acht in Liga drei. Für Chefcoach Markus Weinzierl (36) dürfte das Kräftemessen mit der Borussia zu den Highlights in seiner noch jungen Trainer-Karriere zählen. „Gladbach hat einen guten Namen, ein Klub mit guter Tradition. Es hätte uns definitiv schlechter erwischen können“, so Weinzierl, der den Gästen vom Niederrhein einen packenden Pokal-Kampf vorhersagt: „Wenn wir einen sehr guten Tag erwischen, können wir der Borussia vielleicht ein Bein stellen.“ Die erste Runde findet eine Woche vor Ligastart vom 29. Juli bis zum 1. August statt.

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