André ter Stegen feiert beim 5:1-Sieg gegen Köln als neue Nummer eins der Borussia einen Einstand nach Maß.

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Großbild Dieter Wiechmann

Marc-André ter Stegen gab ein starkes Debüt im Borussen-Tor. Nach dem 5:1-Erfolg durfte er die „Humba“ anstimmen.

Mönchengladbach. Nach dem 5:1-Triumph gegen den 1. FC Köln feierten die Borussen-Profis ausgelassen mit den Fans vor der Nordkurve. Die erneute Demütigung des Erzrivalen aus der Domstadt, der schon im Hinspiel eine 0:4-Watschn hinnehmen musste, hatte die VfL-Treuen in diesem Augenblick alle Abstiegssorgen vergessen lassen.

„Oh, wie ist das schön“, schallte lautstark durch den Borussia-Park, dazu schwappte La Ola über die Ränge. Mittendrin im Jubel-Sturm: Marc-André ter Stegen. Den erst 18 Jahre alten Torhüter hatte Trainer Lucien Favre für Logan Bailly (fehlte wegen einer Innenbanddehnung im Arm) zur neuen Nummer eins gemacht. Und ter Stegen zahlte Favre das Vertrauen mit tollen Paraden und sicherem Stellungsspiel zurück. „Ich freue mich sehr, dass ich mein erstes Bundesligaspiel machen durfte. Dass es ausgerechnet das Derby war, bedeutet mir besonders viel und ist eine Ehre für mich“, sagte ter Stegen, der bei seinem Debüt auch die „Humba“ mit den Fans anstimmen durfte.

Immer wieder hatten die Anhänger ihn, das Gladbacher Eigengewächs, im Derby-Rausch mit „ter Stegen, ter Stegen, ter Stegen“-Sprechchören gefordert. Auf dem Zaun stehend und mit Stadion-Mikrophon in der Hand machte der Jungspund dann eine genauso gute Figur wie zuvor auf dem Spielfeld. Dort hatte er in der Kölner Drang-Periode nach der Pause wiederholt glänzend reagiert.

„Die Kollegen und die Fans haben es mir wirklich leicht gemacht. Ich habe das Vertrauen der Zuschauer in jeder Sekunde gespürt“, so ter Stegen.

„Alle meine Mitspieler haben mir Glück gewünscht und mich umarmt. Ihr Vertrauen ist sehr wichtig. So kann es gerne weitergehen.“

Marc-André ter Stegen

Nur in einer Szene brauchte er auch das Glück des Tüchtigen, als Kölns Novakovic wenige Minuten nach dem Anpfiff nicht auf seine Körpertäuschung reinfiel und ihm beinahe den Ball weggespitzelt hätte – es blieb sein einziger Wackler. Mit seinen Auftritt hat der U 17-Europameister von 2009 bei Lucien Favre punkten können. „Er hat es gut gemacht, seine Paraden waren in solch einem Endspiel sehr wichtig für uns“, sagte der VfL-Coach. Lob gab es auch von Matchwinner Marco Reus, der zwei Tore selbst erzielt und eins vorbereitet hatte: „Er ist ein richtig guter Junge. Wenn er so weiter macht, kann aus ihm mal einiges werden.“

Dass sieht Borussen-Stürmer Mike Hanke, der gleich drei Gladbacher Tore toll vorbereitet hatte, ähnlich. „Der Junge hat die Nerven behalten. Du brauchst in solch einem Spiel auch einen Torhüter, der dir mal zwei rausfischt.“ Typen wie ter Stegen kann Liga-Schlusslicht Mönchengladbach im Kampf gegen den Abstieg auch am Freitag in Mainz gut gebrauchen. „Das nächste Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen“, macht Hanke deutlich.

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