Die Gladbacher Anhänger demonstrieren Einigkeit im Abstiegskampf. Die Mannschaft muss den SC Freiburg besiegen.

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Großbild Dieter Wiechmann

Mönchengladbach. Das Gespenst 2. Bundesliga ist bei Borussia Mönchengladbach nicht zu vertreiben. Der Klub steckt tief im Existenzkampf der Fußball-Bundesliga. Und weil noch nicht auszumachen ist, ob die Mission Klassenerhalt ein gutes Ende nehmen wird, tummeln sich die Scouts des Klubs in Spielstätten der Zweitligisten.

Die große Hoffnung heißt Relegation – zwei Entscheidungsspiele gegen den Tabellendritten der 2. Liga. Momentan wäre es Bochum. Damit die Gladbacher diesen Strohhalm greifen können, müssen sie zwei Punkte aufholen gegenüber Frankfurt.

Dante meldet sich gesund zurück, ob er spielt, lässt Favre offen

Ein bisschen ist sogar der gesamte Klub in Bewegung: Die Mannschaft punktete zuletzt mit zwei Siegen in Folge, die Klubführung sieht sich hingegen einer Opposition gegenüber – mit Stefan Effenberg als Frontmann. Nicht zuletzt bekunden die Fans ihre Zuneigung wieder der Mannschaft und haben vor dem Heimspiel am Samstag gegen den SC Freiburg zu einer „Demo zum Erhalt des Mythos Borussia“ aufgerufen.

Um 9.30 Uhr ist Treffpunkt am Eickener Markt, dem Ortsteil, in dem der Klub seine Heimat hat. Vorbei an der ehemaligen Spielstätte Bökelberg bewegt sich der Tross dann zum Nordpark. Am frühen Abend wird dann Klarheit darüber herrschen, ob die Borussia am letzten Spiel ein wirkliches Endspiel beim Hamburger SV verdient hat. Die beste Voraussetzung dazu, wäre natürlich ein Erfolg gegen Freiburg.

Es wäre der dann dritte Sieg in Folge. Bei dem, was Trainer Lucien Favre bei dieser Mannschaft mittlerweile bewirkt hat, eine nicht mehr ganz so unmögliche Vorstellung. Ob der Schweizer seinen genesenen Abwehrchef Dante aufbieten wird, oder dem zuletzt zweimal ohne Gegentor harmonierenden Duo mit Martin Stranzl und Roel Brouwers den Vorzug gibt, ließ er offen. Nur an einem hält Favre bedingungslos fest. An seiner Überzeugung: „Wir können es schaffen.“

Gladbachs Sportvorstand Rainer Bonhof wurde von Papst Benedikt XVI empfangen. Der Ex-Weltmeister ist Sportbotschafter einer Kampagne, die seit 2006 mit großem Erfolg soziale Aktionen im Fußball konzipiert und umsetzt. Der Papst war angetan, sagte: „Ich bin beeindruckt, was Sie und die Fußballbegeisterten für die Hilfe für Kinder in Afrika erreicht haben.“ Zur WM 2010 wurde der so genannte „Big shoe“ zum Markenzeichen, mit dem rund eine Million Euro gesammelt wurde. Mit diesem Geld wurden bis heute mehr als 200 Kinder in Afrika operiert.

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