Von Daniel Gonzales
Wie der VfL-Trainer das Toreschießen verbessern will.
Taktikschulung à la Favre: Damit es auch mit dem Toreschießen klappt, trommelt der Coach seine Spieler zusammen. (DW)
Mönchengladbach. Die Fans von Borussia Mönchengladbach scheinen die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga aufgegeben zu haben. Auch am Freitag waren noch Karten für das Derby gegen den 1. FC Köln am Sonntag, 15.30 Uhr, zu haben. Borussias Sportdirektor Max Eberl wollte diese Tatsache am Freitag nicht allein mit der desaströsen sportlichen Situation erklären. „Das wäre zu einfach. Die Zuschauerzahlen in der Bundesliga sind generell rückläufig. Das Geld sitzt nicht mehr so locker“, sagte Eberl. Angesichts der florierenden Wirtschaft eine zumindest gewagte Aussage.
Mit einem Sieg im Derby wäre der VfL Eberls Ansicht nach „wieder mitten drin“ im Abstiegskampf. „An der Ausgangslage von fünf Punkten auf den Relegationsplatz hat sich nach dem Bayern-Spiel nichts geändert“, betont Eberl, der trotz der Niederlage in München von einer „ordentlichen Leistung“ spricht.
Wenn es eine allerletzte Chance auf den Klassenerhalt gibt, dann am Sonntag gegen Köln. „Wir müssen das Spiel unbedingt gewinnen“, sagt Trainer Lucien Favre. Für einen Sieg sind allerdings Tore notwendig, was gegen Kaiserslautern und München nicht geklappt hat. Dazu hat Favre im Training in dieser Woche mehrfach die Taktiktafel bemüht. „Wir müssen mehr Tiefe finden“, erklärt der Schweizer. Was er meint: Die Außenspieler im Mittelfeld und in der Abwehr müssen deutlich weiter vorne stehen, sich am Kreieren von Torchancen beteiligen und dürfen sich nicht mit Abwehraufgaben begnügen.
In der Defensive alles wie gehabt und vorne das Glück suchen
Einer der da angesprochenen ist Tony Jantschke. Der Abwehrspieler sagt: „Da wir gegen Köln unbedingt gewinnen müssen, werden wir offensiv auftreten. Wir müssen die Defensivleistung aus dem Bayern-Spiel beibehalten und vorne unser Glück suchen.“ Dass er voraussichtlich auf Lukas Podolski trifft, nimmt der 21-Jährige gelassen hin. „Egal auf welchen Gegner wir treffen, es gibt in vielen Vereinen Spitzenstürmer. Siehe Pizarro in Bremen oder Gomez bei Bayern.“ Abwehrchef Dante glaubt, dass gegen Köln der Knoten aufgeht: „Ich glaube an unsere Offensive, ob das Igor de Camargo,. Mike Hanke oder Mo Idrissou ist. Die nächsten zwei Spiele sind sehr wichtig. Es sind nur fünf Punkte. Wir können das schaffen.“
Stürmer Igor de Camargo (Innenbanddehnung) fällt gegen Köln definitiv aus. Laut Favre ist für ihn sogar das Spiel Freitag in Mainz in Gefahr.
Von den vergangenen zehn Heimspielen gegen Köln hat der VfL nur ein Duell verloren. Auswärts haben die Domstädter erst sechs Punkte geholt.




