Der Zugang aus Schweden will mit dem Kapitän aber weiter um einen Stammplatz kämpfen.

Borussia
Großbild Wiechmann

Der Gladbacher Kapitän Filip Daems hat in der vergangenen Spielzeit alle Liga-Partien bestritten.

Mönchengladbach. Oscar Wendt ist Borussias Top-Transfer für die neue Spielzeit. Der schwedische Nationalspieler (25) hat mit dem FC Kopenhagen Meisterschaften gefeiert und Champions League gespielt. Profis von seinem Kaliber wechseln nicht, um beim neuen Arbeitgeber auf der Bank zu sitzen.

Doch damit muss Linksverteidiger Wendt rechnen, wenn die Gladbacher am Freitag (20.30 Uhr) zum Saisonauftakt im DFB-Pokal bei Drittligist Jahn Regensburg ran müssen. Trainer Lucien Favre vertraut in erster Linie den Spielern, die in der letzten Saison das Wunder Klassenerhalt geschafft haben.

Vor allem auf Wendts direkten Konkurrenten Filip Daems ist Favre gut zu sprechen. „Seit ich bei Borussia bin, hat er gut gespielt und sehr wenige Fehler gemacht“, lobt der Schweizer den Kapitän. Klingt, als hätte Daems nicht nur in Regensburg, sondern auch in einer Woche zum Liga-Auftakt bei Rekordmeister Bayern München die Nase vorn. Dass er einer der großen Gewinner der Vorbereitung ist, will Daems aber nicht bestätigen.

„Es geht um die Mannschaft, nicht um mich. Sicher, auf meiner Seite haben sie einen richtig Guten geholt. Ich denke, keiner kann sich ausruhen. Ich nicht, Oscar nicht!“ Ruft der 32 Jahre alte Routinier in den kommenden Pflichtspielen seine starke Form aus der Vorbereitung auf, droht Wendt auf Dauer ein Platz auf Borussias Ersatzbank.

Der belgische Kapitän stand in der Vorsaison jederzeit bereit

Zumal Daems bereits in der vergangenen Saison der Dauerbrenner war, er stand in allen 34 Bundesliga-Spielen (plus Relegation) auf dem Platz, markierte vier Treffer. Der Belgier weiß, dass dieser Bonus aber auch rasch aufgebraucht sein kann. Um die 28 Punkte in der vergangenen Rückrunde holen zu können, habe die Mannschaft am absoluten Limit gespielt. Daems: „Wir sollten uns nicht auf das verlassen, was am Ende der Saison gelaufen ist.

Wir müssen das jede Woche wieder neu bestätigen.“ Und Oscar Wendt? Der will nach „den ersten schweren und anstrengenden Wochen“ nicht locker lassen und sich seinen Platz in der Favre-Elf erkämpfen. „Mir war klar, bevor ich hierher gekommen bin, dass es sehr hart werden würde. Das ist Bundesliga! Ich wusste, was mich erwartet.“

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