Von Stephan Esser
Gegen den 1. FC Köln muss Borussia gewinnen.
Mönchengladbach. Endspiele mögen sie in Gladbach nicht. Seit Wochen, eigentlich seit Monaten wehrt sich Max Eberl (Foto) gegen diese ultimative Form der Entscheidung. „Wie Dortmund an diesem Wochenende noch nicht Meister wird, sind wir auch noch nicht abgestiegen“, sagt der Sportdirektor des tief im Abstiegskampf gefangenen Fußball-Bundesligisten vor dem rheinischen Derby am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln. Das bisschen Trotz darf es sein in diesen schweren Tagen in Gladbach.
Sportdirektor Eberl: Wir spielen eine normale Rückrunde
So richtig Eberls Einschätzung ist, so fragwürdig wird sie mit jedem weiteren Spiel, das den Klub nicht näher an die Konkurrenz rücken lässt. Fünf Punkte beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz, sieben zum rettenden Ufer. Exakt so weit entfernt lagen die Zielmarken bereits in der Winterpause, selbst wenn Eberl sagt: „Wir spielen eine normale Rückrunde.“ Aber mit der Hypothek von nur zehn Punkten aus der Hinrunde reicht auch die Normalität nicht aus zur Verbesserung der Gesamtsituation. So wird das Derby gegen Köln zum Endspiel um den Klassenerhalt. Bei einer Niederlage kann Eberl für die 2. Liga planen. Ein Sieg ließe alle Optionen auf den Klassenerhalt – vor allem wenn St. Pauli in Leverkusen und Wolfsburg in Schalke verlören. Zwei Punkte wären es dann bis zum Relegationsplatz.




