Igor de Camargo gilt im Borussen-Kader als großer Spaßvogel.

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Großbild Dieter Wiechmann

Igor de Camargo (l.) beim Training am Dienstag mit dem genesenen Mike Hanke.

Mönchengladbach. Der liebe Gott hat Igor de Camargo nicht nur ein überragendes Talent als Fußballer in die Wiege gelegt. Der Stürmer der Gladbacher Borussia hat auch die große Gabe, andere Menschen zum Lachen zu bringen. „Ein Tag ohne Lachen ist kein guter Tag“, sagt de Camargo – prompt blitzen seine weißen Zähne auf. Ein Kunststück, sich diesem hochgradig ansteckenden Lächeln zu entziehen.

De Camargo kennt aber nicht nur die Sonnenseiten des Profi-Lebens. Der 28-Jährige hat bei Borussia ein Jahr hinter sich, in dem er mit einigen Rückschlägen zu kämpfen hatte. Gleich im allerersten Training verletzte er sich am Sprunggelenk, es folgte eine Knöchel-Operation, dann eine Innenband-Dehnung im Knie. De Camargo verbrachte fast mehr Zeit in der Reha als auf dem Trainingsplatz. Dennoch biss er auf die Zähne, steuerte beim fulminanten Schlussspurt Borussias entscheidende Tore und Vorlagen zur Last-Minute-Rettung bei. Mit Start der neuen Spielzeit sah es so aus, als ob de Camargos Körper der Belastung Bundesliga besser standhält. Nach dem Tor zum 3:1 im Pokal gegen Regenburg sorgte de Camargo für das Auftakt-Wunder (1:0) bei Rekordmeister Bayern München. Borussias Angreifer düpierte per Kopfball Nationaltorhüter Manuel Neuer – der nach sechs Spieltagen bis dato einzige Gegentreffer des souveränen Tabellenführers aus München.

Doch Bayern-Schreck de Camargo musste erneut einen hohen Preis zahlen, eine Brustwirbel-Verletzung sorgte für die nächste Zwangs-Pause. „Ich hoffe, dass das endlich ein Ende mit diesen Verletzungen hat“, sagt de Camargo, der seit dem jüngsten 1:0-Triumph beim Hamburger SV erneut als gefeierter Vollstrecker im Rampenlicht steht. Die Adduktoren-Probleme, die seinen Einsatz beinahe verhindert haben, seien kein Thema mehr. Gut für Borussia – denn de Camargo ist der Mann für entscheidenden Tore.

Weniger zum Lachen war an Dienstag die Nachricht, dass der Klub eine Geldstrafe von 6000 Euro zahlen muss. Beim Relegationsspiel am 25. Mai in Bochum und am 29. Juli während des Pokalspiels in Regensburg hatten Fans Bengalische Feuer gezündet.

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