Der junge Gladbacher droht im zweiten Relegationsspiel auszufallen.

Borussia
Großbild Kruck

Ist eine wertvolle Alternative für das entscheidende Spiel in Bochum: Gladbachs Karim Matmour

Mönchengladbach. Das Lob für Karim Matmour war nicht zu überhören. „Ja, gut so“, rief Lucien Favre über den Trainingsplatz. Dem Cheftrainer der Gladbacher Borussia hatte offenbar gefallen, wie Offensiv-Wirbler Matmour seine Anweisungen umzusetzen weiß. Seit Wochen hängt sich der algerische Nationalspieler Einheit für Einheit voll rein, sein Körper hat den Streik beendet.

„Ich habe eine schlimme Zeit nach der WM in Südafrika hinter mir, hatte lange mit Problemen an der Achillessehne zu kämpfen. Ich hätte bei dieser Verletzung mehr Geduld haben müssen“, sagt Matmour, „aber nun bin ich seit einiger Zeit wieder fit und gebe alles dafür, dass Borussia die Klasse hält.“

So wie bei seiner Einwechslung im Relegations-Hinspiel-Krimi (1:0) gegen Bochum. Da kam der 25-Jährige in der 84. Minute für den verletzten Marco Reus in die Partie – und hinterließ während der nervenaufreibenden Schlussphase einen starken Eindruck. Kurz-Arbeiter Matmour leitete mehrere gute Angriffe ein und legte Mike Hanke mit einer perfekten Flanke die mögliche Führung auf. Doch Bochums Keeper Luthe parierte mit einem tollen Reflex den Kopfball.

Der Algerier sorgte schon gegen Bochum für Dauerdruck

Und auch in der Nachspielzeit machte Matmour immer wieder Druck, ließ bis zur Erlösung durch Igor de Camargo nicht locker. „Er hat einige gute Angriffe eingeleitet, sein Einsatz war gut. Karim war sofort da“, sagt Favre. Gut möglich, dass Matmour daher am Mittwochabend (20.30 Uhr) beim Rückspiel in Bochum in Borussias Startformation rutscht – wenn Marco Reus wegen seines lädierten linken Oberschenkels ausfallen sollte.

„Ich hoffe, Marco ist bis dahin wieder gesund und kann spielen. Wichtig ist nicht, wer spielt, sondern dass wir diese Partie überstehen und in der Bundesliga bleiben. Wir haben alle das gleiche Ziel“, sagt Matmour im Gespräch mit der WZ. Bereit für das Endspiel im Bochumer Hexenkessel ist der Rechtsfuß auf jeden Fall. „Der Trainer entscheidet, wer spielt. Ich gebe alles, das ist klar.“

Mit seinem Kumpel Anthar Yahia hat er erst einmal Funkstille vereinbart. „Er spielt für Bochum, ich bin Borusse. Solange die Relegation nicht entschieden ist, reden wir nicht. Sonst machen wir viel zusammen, telefonieren regelmäßig“, verrät Matmour. Zu den Meldungen, er sei unzufrieden und wolle die Fohlen verlassen, sagt Karim: „Kein Thema. Ich konzentriere mich zu 300 Prozent auf das Bochum-Spiel.“

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