Borussias Nationalspieler Marco Reus im WZ-Interview.

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Großbild Johannes Kruck

Nicht nur in dieser Szene trat Schalkes Jermaine Jones (rechts) Gladbachs Wirbelwind Marco Reus übel auf den verletzten linken Fuß.

Mönchengladbach. Ab in den Urlaub – die Borussen-Profis hatten es am Tag nach der Pokal-Gala (3:1) gegen Titelverteidiger Schalke 04 eilig, räumten ihre Spinde leer und düsten nach Hause zu ihren Familien. Bis zum 3. Januar, 15 Uhr, haben sie nun die Gelegenheit, die Seele baumeln zu lassen und sich von einem nervenaufreibenden und turbulenten Jahr zu erholen. Abwehrchef Dante fliegt in seine Heimat Brasilien, Trainer Lucien Favre freut sich auf ruhige Tage mit seiner Familie – genau wie Offensiv-Wirbler Marco Reus.

Der Nationalspieler steht wegen seines Doppelpacks gegen Schalke und der Tret-Attacke von Jermaine Jones vor den Festtagen noch einmal im Mittelpunkt. Der Schalker Spieler hat in der 6. Spielminute offenbar bewusst versucht, auf seinen gebrochenen kleinen Zeh zu treten. Die WZ sprach mit Marco Reus.

Haben Sie schon einmal solch eine unsportliche Aktion erlebt?

Marco Reus: Ich will kein Öl ins Feuer gießen und da gar nicht mehr zu viel dazu sagen. Soll er selber wissen, was für Ihn das Beste ist. Ich habe mich weiter auf das Spiel konzentriert – und das war wichtig. Das Ganze zeigt vielleicht auch, welchen Respekt die Schalker vor unserer Mannschaft hatten.

Mit zwei Toren haben Sie ja auch die passende Antwort gegeben. Der perfekte Jahres-Abschluss?

Reus: Ja, nicht nur für mich, sondern für die ganze Mannschaft, für ganz Mönchengladbach, mit der letzten Rückrunde, der Relegation.

Was haben Sie eigentlich beim 2:0 gemacht?

Reus: Ich habe gesehen, dass der Torwart aufs lange Eck spekuliert und mich dazu entschlossen, mit Vollspann ins kurze Eck zu schießen. Natürlich hatte ich bei beiden Toren sehr viel Glück, aber man muss es auch mal probieren.

Beim Treffer zum 3:1 laufen Sie ganz alleine aufs Tor zu und schieben den Ball mit einem Trick wie bei Fifa 12 auf der Playstation über die Linie . . .

Reus: Ja, hätte ich eigentlich nicht machen müssen – aber es war so viel Brisanz im Spiel gewesen. Die Euphorie bei Borussia und den Fans ist nun riesig.

Was darf man in der Rückrunde erwarten?

Reus: Wir wollen weiter auf dem Boden bleiben. Natürlich ist es schön mit Platz vier und dem Weiterkommen im Pokal. Aber in der Rückrunde warten noch einige schwere Spiele auf uns. Wir können uns noch vielen Bereichen verbessern.

Freuen Sie sich auf den Urlaub?

Reus: Mir wäre eigentlich lieber, wenn wir weiterspielen könnten. In einer solch guten Phase will man eigentlich nicht aufhören, Fußball zu spielen. Aber wir ruhen uns jetzt mal alle aus, wir hatten mit der Relegation nur eine kurze Sommerpause. Das ist die Gelegenheit, sich zu erholen.

Was haben Sie Weihnachten vor?

Reus: Ich werde die Zeit gemeinsam mit meiner Familie verbringen, zusammen feiern, gemütlich essen und reden. Dazu hatten wir in diesem Jahr nicht allzu oft die Gelegenheit.

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