Der Niederländer wird gegen die Bayern den gesperrten Dante ersetzen und sich um Mario Gomez kümmern müssen.

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Großbild Dieter Wiechmann

Roel Brouwers und Frau Saskia kommunizieren derzeit übers Internet.

Mönchengladbach. Roel Brouwers weiß bereits, dass er am 20. Januar beim Rückrundenauftakt von Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München auflaufen wird. Kollege Dante ist wegen der fünften Gelben Karte gesperrt. Nervös macht das den Innenverteidiger des Fußball-Bundesligisten keineswegs. Mit stoischer Ruhe hat er in der Hinrunde seine Rolle als „Backup“, der mehrfach von der Bank aufs Feld und wieder zurück gewandert ist, akzeptiert. „Klar bin ich enttäuscht, wenn ich nicht spiele. Aber wichtig ist, voll da zu sein, wenn sich die Chance ergibt, spielen zu können“, sagte der Niederländer gestern im Trainingslager im türkischen Belek.

Bereits beim Saisonauftakt in München hat Brouwers gespielt und durch einige starke Aktionen den 1:0-Vorsprung ins Ziel gerettet. Als er sich am sechsten Spieltag in Hamburg verletzte (Muskelreizung am Sitzbein), rutschte Martin Stranzl ins Team. „Die Verletzung war Pech. Martin hat es dann gut gemacht und ist im Team geblieben“, so Brouwers gelassen. Danach durfte er nur noch beim Spiel in Köln über 90 Minuten auflaufen und wurde in drei weiteren Partien eingewechselt.

Nur zwei Gegentreffer kassierten die Borussen in den Phasen, in denen Brouwers auf dem Platz stand – eine starke Bilanz. Solch starke Spieler in der Hinterhand zu haben, ist eine der Geheimnisse des Erfolges von Borussia Mönchengladbach.

Der Abwehrspieler arbeitet gerne mit Lucien Favre zusammen

Mit Lucien Favre arbeitet der 30-Jährige sehr gerne zusammen. „Er ist taktisch sehr stark, hat eine klare Linie, welchen Fußball er sehen will. Wir spielen von hinten raus mit flachen Pässen nach vorne, wenig mit hohen Bällen. Das ist ein toller Fußball und ein System, das sehr gut zum Verein passt“, sagt Brouwers, für den es deshalb keine Frage war, im November seinen Vertrag um zwei weitere Jahre bis 2014 zu verlängern. Die Abgänge einiger Spieler und möglichen weiteren Wechseln bereiten dem Verteidiger keine Sorgen. „Marco Reus und Roman Neustädter werden sich in der Rückrunde voll auf Gladbach konzentrieren. Außerdem bekommt der Verein viel Geld für die neue Saison.“

Noch zehn Tage Zeit hat der Niederländer, sich auf das Bayern-Spiel vorzubereiten. Angst vor Bayerns Stürmer Mario Gomez hat er nicht. „Jede Mannschaft in der Bundesliga hat gute Stürmer. Es ist unsere Aufgabe, die Chancen der Bayern zu verhindern“, sagt Brouwers – gelassen, was sonst.

Am 2. Dezember ist Roel Brouwers erstmals Vater geworden. Mit Sohnemann Finn und seiner Frau skypt der 30-Jährige jeden Tag. Oft sitzt Roel Brouwers mit seinem I-Pad in der Lobby des Mannschaftshotels und kommuniziert übers Internet mit den Daheimgebliebenen. „Ich freue mich auf meine Familie“, sagt Brouwers.

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