Der Verteidiger sieht die Borussen nach dem Pokalsieg nicht bei 100 Prozent.

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Großbild Dieter Wiechmann

Martin Stranzl hat in Regensburg das 1:0 für die Borussia erzielt.

Regensburg. Von Regensburg bis zur Grenze nach Österreich ist es nicht mehr sehr weit. Da passte es natürlich, dass Martin Stranzl am Freitagabend beim 3:1-Pokalsieg des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach im Jahnstadion das erste Tor der Borussia erzielte, auch wenn dessen Geburtsort Güssing im Burgenland noch um einiges weiter entfernt liegt.

Hat Stranzl nach seinem Treffer vielleicht deswegen nicht gejubelt? „Nein, das habe ich nicht gemacht, weil Regensburgs Torhüter Michael Hofmann, den ich aus unserer gemeinsamen Zeit beim TSV 1860 München her kenne, ein sehr guter Freund von mir ist. Ich wünsche ihm und dem Jahn für die weitere Saison viel Glück“, sagte der 31-jährige Österreicher.

Der Pokalsieg war ungefährdet, aber nur ein Pflichterfolg

Glück, welches die Borussia zum Bundesliga-Start am kommenden Sonntag beim FC Bayern sicher ebenso benötigen wird. Zumal, wenn sich das Team gegenüber dem Pokalspiel in der Oberpfalz nicht steigern sollte. „Wir werden sehen, was in München drin ist. Wir sind noch nicht bei hundert Prozent und in der Form, die wir zum Ende der vergangenen Saison besaßen“, sagte Stranzl nach dem Pflichtsieg in der Domstadt an der Donau.

Das 3:1 (2:1) war sicher ein ungefährdeter Erfolg, allerdings gegen eine Mannschaft, die in der 3. Liga große Schwierigkeiten bekommen wird, den Abstieg zu vermeiden. Daher möchte der 56-malige Nationalspieler zwar keinen Alarm schlagen, warnt aber vor einer gewissen Blauäugigkeit. „Wir haben Fehler gemacht und Ballverluste gehabt, die wir uns in München nicht leisten dürfen. Die Bayern haben eine ganz andere Qualität und werden so etwas ausnutzen.“

Auffällig waren in Regensburg vor allem die Schwierigkeiten von Tony Jantschke (21) als rechter Außenverteidiger. Auf dieser Position soll Tobias Levels noch abgegeben werden, so dass mit Matthias Zimmermann (19) dann dort nur noch ein weiterer relativ unerfahrener Spieler zur Verfügung stünde und so eine Dauerbaustelle drohen könnte. Möglich, dass Trainer Favre auch deshalb mahnt. „Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Es wird wieder eine schwere Saison, in der wir von Anfang an um jeden einzelnen Punkt kämpfen müssen.“

Regensburg - Borussia  1:3

ter Stegen – Jantschke, Stranzl (86. Brouwers), Dante, Daems – Neustädter, Nordtveit – Reus, Rupp (79. Herrmann) – Hanke, de Camargo (79. Leckie)

0:1 Stranzl (14.), 0:2 Reus (22.), 1:2 Schweinsteiger (Foulelfmeter, 30.), 1:3 De Camargo (70.)

Sollte bei den Bayern der erste geholt werden, würde der Österreicher Martin Stranzl sicher auch ohne eigenen Treffer jubeln.

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