Beim Verkauf von Allkauf an die Metro sollen laut Ermittlungen Steuern hinterzogen worden sein.

Die Wirtschaftskammer am Landgericht soll den Fall verhandeln.
Die Wirtschaftskammer am Landgericht soll den Fall verhandeln.

Die Wirtschaftskammer am Landgericht soll den Fall verhandeln.

Jörg Knappe

Die Wirtschaftskammer am Landgericht soll den Fall verhandeln.

Mönchengladbach. Beim Verkauf des Mönchengladbacher Unternehmens Allkauf an die Metro AG soll es nach Informationen der Westdeutschen Zeitung Unregelmäßigkeiten gegeben haben. Der Vorwurf lautet auf Steuerhinterziehung beziehungsweise Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Wie die WZ erfuhr, soll sich der Vorwurf gegen die Viehof-Brüder Eugen, Klaus, Bernd und Hans-Michael richten. Es soll eine Kasse gegeben haben, mit der leitende Allkauf-Mitarbeiter entschädigt werden sollten, wenn sich für sie durch den Verkauf an die Metro Einbußen ergaben. Auch die Mitarbeiter, die Geld angenommen haben sollen, sollen auf der Anklagebank sitzen. Verhandelt werden soll der Fall vor der Wirtschaftskammer des Landgerichts.

Zur Allkauf-Gruppe gehörten 110 Warenhäuser

Die Einzelhandelskette Allkauf mit Hauptsitz in Mönchengladbach war in den späten 90er Jahren an die Metro AG verkauft worden. Zum damaligen Zeitpunkt gehörten rund 110 SB-Warenhäuser, die Firma Allkauf Haus, die auf Fertighäuser spezialisiert war, 90 Fotofachgeschäfte von Franchise-Nehmern und etwa 150 Reisebüros zur Allkauf-Gruppe.

Keine Stellungnahme von seiten der Vibro

Die vier Söhne des Allkauf-Gründers sind heute mit der Vibro Beteiligungs GmbH & Co. KG zahlreich unternehmerisch aktiv (siehe Kasten "Allkauf und die Familie Viehof").

Zu dem anstehenden Prozess, dessen Beginn noch nicht festgesetzt worden sein soll, nahm am Dienstag auf WZ-Anfrage kein Vertreter der Vibro Beteiligungsgesellsschaft Stellung.

Die bundesweit vertretene Einzelhandelskette Allkauf mit Sitz in Mönchengladbach wurde 1998 von der Metro AG übernommen. Der Markenname wurden nicht weiter verwendet. Die Märkte liefen zum Teil mit dem Namen real,- weiter.

Nach dem Verkauf an die Metro brachte Eugen Viehof den Erlös in die Vibro Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG ein. Es soll sich dabei um rund 2,4Milliarden Mark gehandelt haben. Der Name Vibro ist die Abkürzung für Viehof-Brothers (also Viehof-Brüder). Für die Söhne Eugen junior, Hans-Michael, Bernd und Klaus ist die Vibro Beteiligungsgesellschaft als Holding die Basis für ihre unternehmerischen Aktivitäten, zu denen u.a. die Vibroair und die Vibro Immobilien GmbH gehören.

Bernd und Klaus Viehof haben sich u.a. an der Indoor-Skihalle in Neuss beteiligt.

2007 standen Eugen Viehof & Familie (allkauf-Gruppe) auf Platz 458 der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt und unter den ersten 50der reichsten Deutschen. Damals mit der von Forbes genannten Summe von 2,1 Milliarden Dollar Vermögen.

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