In der Galerie Splettstößer werden viele Zeichnungen des Künstlers Anatol ausgestellt.

Maler und Bildhauer Karl-Heinz „Anatol“ Herzfeld kam zur Ausstellungseröffnung nach Kaarst.
Maler und Bildhauer Karl-Heinz „Anatol“ Herzfeld kam zur Ausstellungseröffnung nach Kaarst.

Maler und Bildhauer Karl-Heinz „Anatol“ Herzfeld kam zur Ausstellungseröffnung nach Kaarst.

Georg Salzburg

Maler und Bildhauer Karl-Heinz „Anatol“ Herzfeld kam zur Ausstellungseröffnung nach Kaarst.

Kaarst. Zur Eröffnung der Ausstellung „Anatol – Zeichnungen“ im alten Rathaus brachte der Bildhauer und Maler Karl-Heinz „Anatol“ Herzfeld den Besuchern drei Filme mit, die sie in die Kunstszene der 70er Jahre eintauchen ließen. Viel mehr aber als die gezeigten Filme von Kunstaktionen des Bildhauers zogen die Erzählungen Anatols die Besucher in seinen Bann.

Da die Kunst Anatols wesentlich von seinem Lehrer Joseph Beuys geprägt ist, schilderte er überschwänglich seine erste Begegnung mit dem Künstler. Zwei befreundete Künstler nahmen ihn zu Beuys’ Atelier mit. Allein die Ausstattung dort – auf dem Boden lagen Rindslederhäute und an der Wand hing Blutwurst – hat Anatol sehr beeindruckt.

Anatol studierte elf Semester bei Joseph Beuys Bildhauerei

Als Anatol Beuys erzählte, dass er Maler sei und alles zeichnen könne, ludt dieser ihn in die Akademie ein. Zwei Tage später schrieb sich Anatol, der als Verkehrspolizist tätig war und viel Zeit bei Puppenspiel-Programmen an Schulen verbrachte, an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf ein und studierte neben seinen anderen Tätigkeiten elf Semester bei Beuys Bildhauerei.

Die künstlerischen Arbeiten des heute 80-Jährigen reichen von Zeichnungen über Radierungen, Malerei, Bretterbilder und skulpturale Arbeiten. Als Bildhauer arbeitet er vorrangig mit Holz, Eisen und Stein. Die Ausstellung „Anatol – Zeichnungen“ in der Galerie Splettstößer zeigt neben dem Wächter, einer fast lebensgroßen, rostigen Stahlfigur, Zeichnungen aus vier Jahrzehnten. „In dieser Ausstellung präsentieren wir die feinen Zeichnungen Anatols, die im Gegensatz zu seinen wuchtigen Skulpturen stehen“, erläuterte Galeristin Brigitte Splettstößer.

Zu sehen sind auch Aquarelle, die während der documenta entstanden

Zu sehen sind frühe zeichnerische Arbeiten, die zu Beginn seines Studiums entstanden sind. Unter anderem ein Stillleben mit einem Apfel oder ein Gebäude, das Anatol aus dem Fenster während einer Vollversammlung an der Kunstakademie gemalt hat. Daneben sind sieben Aquarelle ausgestellt, die Anatol während der documenta in Kassel gemalt hat. Seit vielen Jahren ist die Museumsinsel Hombroich die Wirkungsstätte des Künstlers. Dort arbeitet er in seinem Atelier.

Die Ausstellung kann bis zum 17. November in der Galerie Splettstößer, Rathausstraße 3, besucht werden.

Geöffnet ist die Galerie Splettstößer dienstags, mittwochs und freitags von 14.30 bis 18.30 Uhr, donnerstags von 14.30 bis 20 Uhr sowie samstags von 10 bis 12.30 Uhr.
 

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