Wenn der Schnee fällt, sind für den Baubetriebshof alle Mitarbeiter im Einsatz – und das rund um die Uhr.

170 Tonnen Salz sind in diesem Winter erst verbraucht. Baubetriebshofleiter Heinz Kiefer, Viktor Freimut und Wolfgang Gärtner (von links) können die Streufahrzeuge deshalb noch länger befüllen.
170 Tonnen Salz sind in diesem Winter erst verbraucht. Baubetriebshofleiter Heinz Kiefer, Viktor Freimut und Wolfgang Gärtner (von links) können die Streufahrzeuge deshalb noch länger befüllen.

170 Tonnen Salz sind in diesem Winter erst verbraucht. Baubetriebshofleiter Heinz Kiefer, Viktor Freimut und Wolfgang Gärtner (von links) können die Streufahrzeuge deshalb noch länger befüllen.

Stefan Büntig

170 Tonnen Salz sind in diesem Winter erst verbraucht. Baubetriebshofleiter Heinz Kiefer, Viktor Freimut und Wolfgang Gärtner (von links) können die Streufahrzeuge deshalb noch länger befüllen.

Kaarst. Es ist kalt. Die Temperaturen liegen unter dem Gefrierpunkt. Seit Tagen liegt Schnee, und die weiße Pracht macht kaum Anstalten, schnell wieder zu verschwinden. Für den gestrigen Tag hatte der Deutsche Wetterdienst eine Warnung vor Eisglätte im Rhein-Kreis Neuss ausgesprochen. Erneuter Schneefall wäre in den kommenden Tagen keine Überraschung.

„Sofern es die Witterung erfordert, sind alle verfügbaren Mitarbeiter für den Winterdienst im Einsatz. “

Heinz Kiefer, Leiter Baubetriebshof

Die Stadtverwaltung sieht dieser Prognose gelassen entgegen. Heinz Kiefer, Leiter des Baubetriebshofs, spricht von einer „komfortablen Situation zur Bewältigung des Winterdienstes“. Aufgrund von vorausschauender Planung war das Salzlager am Bauhof zu Beginn der Wintersaison mit 550 Tonnen bis oben hin gefüllt. Bis dato wurden davon rund 170 Tonnen auf den Kaarster Straßen verstreut. Der Verbrauch wird in der laufenden Planung berücksichtigt. „Wir kaufen kontinuierlich dazu“, sagt Heinz Kiefer.

Wenn es schneit, sind Mensch und Maschine gefragt. „Sofern die Witterungsverhältnisse es erfordern, sind alle verfügbaren Mitarbeiter des Baubetriebshofs für den Winterdienst im Einsatz“, sagt der Leiter. Zudem gibt es einen Bereitschaftsdienst. Drei Teams mit je zwei Mitarbeitern haben von 4 Uhr morgens bis 20 Uhr abends Winterdienstbereitschaft. Sofern es die Witterungsverhältnisse erfordern, erfolgt der Winterdienst auch über diesen Zeitraum hinaus. Zwei weitere Gruppen stehen auf Abruf zur Verfügung.

Der Kontrollfahrer entscheidet, ob der Winterdienst beginnt

Im Einsatz ist auch ein Kontrollfahrer, der nach schwer befahrbaren Straßen schaut. Er bekommt Informationen vom Deutschen Wetterdienst – unter anderem per SMS aufs Handy. Im Rahmen der Rufbereitschaft ist er rund um die Uhr erreichbar. An relevanten Punkten im Stadtgebiet schaut er vor Ort nach den tatsächlichen Witterungsverhältnissen. Über einen Temperaturmelder im Fahrzeug weiß er über die Außentemperatur Bescheid. Der Kontrollfahrer entscheidet dann, ob und wann mit dem Winterdienst begonnen werden muss. In der Nacht kann der Kontrollfahrer ein Sondereinsatzteam von Feuerwehr oder Polizei für den Winterdienst heranziehen.

Dass die Straßen auch bei schwerem Schneefall für die Mitarbeiter des Baubetriebshofs passierbar sind, ist eine Frage der Ausrüstung. In Kaarst sind das mehrere Fahrzeuge: Zwei Lastwagen mit einem Aufsatzstreuautomaten, ein Großtraktor, ein Multifunktionsfahrzeug und drei Kleintraktoren sind mit Salzstreumaschinen und Schneepflügen ausgerüstet. Hinzu kommen sechs Pritschenwagen.

Die Stadt Kaarst weist darauf hin, dass Eigentümer von Grundstücken, die an öffentliche Straßen grenzen, verpflichtet sind, Gehwege von Eis und Schnee freizuhalten. Damit Fußgänger ungefährdet gehen können, muss eine Fläche von 1,50 Meter Breite freigehalten werden. Zudem muss bei Glätte gestreut werden – grundsätzlich mit Sand, Splitt oder anderen abstumpfenden Mitteln. Streusalz sollte nur in besonderen Fällen eingesetzt werden. Das Salz taut nur die obere Schicht an, die versickert und beim Gefrieren die Bodenplatten der Gehwege anhebt. Das führt zu Schäden und Stolperfallen, die unter dem Schnee oft nicht erkannt werden können.
 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer