Gesellig und offen für neue Mitglieder: Windsurfing Club Meerbusch hat die Saison in Osterath eröffnet.

Kalt und windig: Die kühle Witterung war für die Surfer kein Problem.
Kalt und windig: Die kühle Witterung war für die Surfer kein Problem.

Kalt und windig: Die kühle Witterung war für die Surfer kein Problem.

Ingel

Kalt und windig: Die kühle Witterung war für die Surfer kein Problem.

Osterath. Es war ein harter Kampf, doch nach fünf Kursrennen über 1,5 Kilometer konnte Josef Malik sich am Sonntag als Sieger feiern lassen. Er setzte sich im Windsurfing in der Regatta auf dem Osterather See gegen neun Vereinskollegen durch. Dabei war das Wetter auf seiner Seite. „Entscheidend ist es, das richtige Gefühl für den Wind zu entwickeln“, erklärt Malik.

Der Trendsport kam 1983 nach Osterath, als der erste und bis heute einzige Meerbuscher Windsurfverein den See am Neusser Feld pachtete. Seitdem ist die Mitgliederzahl von sieben auf über 200 gewachsen. Doch das sind nicht genug, erklärt der Vereinsvorsitzende Heribert Roos: „Ich bin seit über 21 Jahren im Vorstand, und in der Zeit haben wir ständig ums Überleben gekämpft.“ Die Einnahmen decken kaum die laufenden Kosten. Ein Vereinsmitglied zahlt 100 Euro Jahresbeitrag, doch Familienrabatte und Abstufungen der Kosten bis auf elf Euro Jahresbeitrag für Schüler senken die Einnahmen erheblich.

Darum versucht der Verein regelmäßig, neue Mitglieder zu werben. „Windsurfing ist ein einzigartiger Sport“, schwärmt der ehrenamtliche Diplomtrainer Julian Fiege. „Man ist in völligem Einklang mit der Natur.“ Ein Sport, der seine Vorzüge für alle Altersgruppen hat. „Es hält mich gesund und jung“, erzählt das älteste Vereinsmitglied, Arno Palmen (71). Aber auch der Reiz für jugendliche Mitglieder ist groß. „Mein Sohn begeistert sich für die wahnsinnigen Geschwindigkeiten, die man auf dem Brett erreichen kann“, erzählt Joachim Seeger. Der Weltrekord liege bei etwa 90 Stundenkilometern. Auf dem Osterather See erreichte Julian Fiege schon 45 Stundenkilometer.

Der Einstieg in den Sport ist nicht schwer. „Wir bieten jeden Samstag und Sonntag gegen 14 Uhr eine kleine Führung an, die oft in einem Grillabend ausklingt“, erzählt Roos. Die hohen Kosten fürs Material überbrückt der Verein, indem neuen Mitgliedern Surfbretter und Segel gestellt werden. „Windsurfing ist ein High-Tech-Sport. Das ist wie in der Formel 1. Wenn einer aufrüstet, müssen alle anderen nachziehen. Das kann bis zu 3000 Euro für eine Ausrüstung bedeuten. Aber hier sprechen wir natürlich von Bundesliga-Maßstäben.“

Für den Verein treten aktuell vier Mitglieder in der Bundesliga an, darunter auch Regatta-Gewinner Josef Malik und Julian Fiege. Sie starten am Samstag in Paderborn. Die nächste Vereinsregatta ist am 29. April. Roos betont zum Schluss: „Wir freuen uns über jeden, der kommt, auch zum Zuschauen.“

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