Clemens-Sels-Museum überrascht mit Bild- und Duftschau „Horizonte“.

Museumsmacher (v.l.): Direktorin Uta Husmeier-Schirlitz, Carl Pause und Britta Zeemann.
Museumsmacher (v.l.): Direktorin Uta Husmeier-Schirlitz, Carl Pause und Britta Zeemann.

Museumsmacher (v.l.): Direktorin Uta Husmeier-Schirlitz, Carl Pause und Britta Zeemann.

Ab 10. November wird unter anderem das Bild „Karren des Badewärters“ (Ausschnitt) von Max Liebermann gezeigt.

Stefan Büntig, Bild 1 von 2

Museumsmacher (v.l.): Direktorin Uta Husmeier-Schirlitz, Carl Pause und Britta Zeemann.

Neuss. 23 200 Gäste haben im vergangenen Jahr das Clemens-Sels-Museum besucht. Das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine stolze Zahl, die auch stolz macht: „Trotz erheblicher personeller Probleme haben wir es geschafft, zunehmend auch internationales Publikum nach Neuss zu locken“, sagt Museumsdirektorin Uta Husmeier-Schirlitz zufrieden.

2013 will das Museumsteam an diesen Erfolg anknüpfen. Deshalb wurde ein „vielfältiges Ausstellungsprogramm“ (Husmeier-Schirlitz) auf die Beine gestellt – ungeachtet von möglichen Sanierungsmaßnahmen. „Es ist immer noch offen, wann welche Arbeiten beginnen. Wir gehen jetzt erst einmal davon aus, dass wir unser Programm durchhalten können“, sagt die Direktorin. Eventuell seien manche Arbeiten auch bei laufendem Betrieb möglich.

Im Mittelpunkt dieses Museumsjahres stehen sowohl Mitmachaktionen für Kinder als auch reguläre Ausstellungen. Manchmal sind die Grenzen fließend. Der Gedanke, Kunst anschaulich vermitteln zu können, soll zentral bleiben. „Entdecke das Land der Farben“ heißt zum Beispiel ein Erzähl- und Mitmachprogramm für dreijährige Kindergartenkinder. Uta Husmeier-Schirlitz will „weg von dem Vorurteil, man dürfe im Museum nichts machen“.

Parfumeur Manasse aus Bonn hat eigens ein Produkt kreiert

Auch die Erwachsenen können sich auf Außergewöhnliches freuen. Zur ersten Ausstellung des Jahres, „Horizonte“, die am 17. Februar beginnt, gibt es ein eigens dafür kreiertes Parfum mit gleichem Namen. Der Parfumeur Manasse aus Bonn hat es entwickelt. Er wird auch an der Ausstellung teilnehmen. Dann verströmt er den passenden Duft zu den Landschaftsbildern, die gezeigt werden – teils bislang ungezeigte Werke aus dem Fundus des Clemens-Sels-Museum.

Die Schau ist chronologisch aufgebaut. Sie beginnt bei niederländischen und flämischen Meistern des 17. Jahrhunderts, führt über die Symbolisten bis zum Expressionismus und zu den Modernen Primitiven. Namen wie Joost Cornelisz Droochsloot, Johann Wilhelm Schirmer, Gründer der Düsseldorfer Malerschule, Heinrich Campendonk oder Christian Rohlfs tauchen immer wieder bei den Horizonten auf.

Horizonte: Landschaft im Spiegel der Jahrhunderte, 17. Februar bis 2. Mai.

 

Bunte Bilder für Europa: Bilderbogen-Produktion und -handel im 18./19. Jahrhundert, Feld-Haus, ab 3. März.

 

Heinrich Campendonk: Holzschnitte, 14. März bis bis 30. Juni.

 

Horizonte erweitern: Die Künstler von Morgen und das Phänomen Landschaft, 14. April bis 16. Juni.

 

Niederrheinische Alternativen: Als das Altbier noch jung war, 9. Juni bis 15. September.

 

Rita Rohlfing: Scheinbar, greifbar, 13. Oktober bis 23. Februar.

 

Kunst gehört die Nacht: Oktober.

 

Von Liebermann bis Bärlach: Eine Privatsammlung stellt sich vor, 10. November bis 9. März.

Insgesamt gibt es im Jahr 2013 acht Ausstellungen im Clemens-Sels-Museum und in der Hombroich-Dependance Feld-Haus zu sehen – weitere Informationen stehen oben im Infokasten und im Internet. www.clemens-sels-museum.de

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