Eltern und Schüler protestierten am Donnerstag auf dem Markt.

Rathaus
Großbild Ingel

Kinder und Eltern demonstrierten am Donnerstag vor dem Rathaus.

Neuss. Knapp 12 Millionen Euro kostete die Sanierung alle Schultoiletten, das ist seit 2009 errechnet. Doch eine solch umfassende Maßnahme ist auch für 2012 im Wirtschaftsplan des zuständigen Gebäudemanagements (GMN) nicht vorgesehen. Dagegen läuft der Stadtelternrat Sturm. Am Donnerstag trafen sich Eltern und Schüler vor der Sitzung des Schulausschusses auf dem Markt zur lautstarken Demo.

Dass gar nichts passiert, ist allerdings auch nicht richtig. 505 000 Euro wurden 2010 für Toilettenreparaturen in den 46 Neusser Schulen aufgewandt. In diesem Jahr, sagt Hans-Jürgen Haasler, kaufmännischer Leiter des GMN, werde es wohl in etwa ebenso viel sein.

Er verweist auch darauf, dass die Hausmeister, im Notfall schnell reagieren können: Bis zu einer Summe von 750 Euro dürfen sie sofort handeln, Ersatzteile kaufen oder einen Sanitärfachmann beauftragen. Haasler kann viel über mutwillige Zerstörungen an Schultoiletten berichten, über abgetretene Urinale, abgerissene Klodeckel – vier Tage nach Inbetriebnahme – oder immer wieder bewusstes Verstopfen der Toiletten. Andererseits gebe es auch positive Beispiele für Schulaktionen. „Der Ruf nach Toilettensanierung ist nachvollziehbar“, sagt Haasler. „Die Probleme mit den Schultoiletten löst das aber ganz sicher nicht.“ uda

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