Der CDU ist das Konzept für die Ehrenamtskarte noch „zu wenig konkret“.

Ehrenamtliche Helfer, wie hier bei der Essenausgabe für Bedürftige, sind aus den meisten Bereichen des Alltags nicht mehr wegzudenken.
Ehrenamtliche Helfer, wie hier bei der Essenausgabe für Bedürftige, sind aus den meisten Bereichen des Alltags nicht mehr wegzudenken.

Ehrenamtliche Helfer, wie hier bei der Essenausgabe für Bedürftige, sind aus den meisten Bereichen des Alltags nicht mehr wegzudenken.

dpa

Ehrenamtliche Helfer, wie hier bei der Essenausgabe für Bedürftige, sind aus den meisten Bereichen des Alltags nicht mehr wegzudenken.

Sprockhövel. In Wetter und Herdeke haben sie einige Ehrenamtler bereits schon überreicht bekommen, in Witten, und Hattingen ist sie beschlossene Sache. Nur in Sprockhövel wird es wohl noch eine Weile dauern, bis sie eingeführt wird.

Im jüngsten Sozialausschuss ist die Ehrenamtskarte als Tagesordnungspunkt just am Anfang der Sitzung von der Liste genommen worden. Die CDU beantragte dies, "da der Punkt noch zu wenig konkret ausgearbeitet wurde", wie Vorsitzender Hans-Jürgen Sauer (CDU) erklärt.

Mit drei Stimmen gegen zwei der SPD, kam das Thema vom Tisch. Grüne und FDP enthielten sich. "Da muss nochmal nachgearbeitet werden", sagt Sauer.

Der CDU ist die reine Idee der Vergünstigungen zu wenig

Eigentlich ist die Idee gut, wie alle Parteien betonen: All diejenigen, die sich unentgeltlich im Bereich Kirche, im Sozialen, in der Frauenhilfe, in Kindergärten und Schulen als Vorleser oder im Bereich Sport engagieren, sollen eine offizielle Würdigung bekommen. Vor einem Jahr wurde das Thema Ehrenamtskarte das erste Mal dem Ausschuss vorgelegt.

Evelyn Müller, Leiterin des Fachbereich Soziales, hat eine Vision: "Es ist wichtig, dass die Karte in einem feierlichen Rahmen überreicht wird. Mit Musik und ein paar Häppchen."

2008 wurde in den ersten NRW-Kommunen die Ehrenamtskarte eingeführt. Mittlerweile gibt es sie in 83 Städten. Sie wurde bereits 8165 Ehrenamtlern übergeben.

Der Bürgermeister persönlich sollte auch dabei sein. "Damit die ehrenamtlichen Helfer auch merken, dass sie von den Bürgern und der Politik wahrgenommen werden." Vieles sei ohne das Ehrenamt nicht mehr möglich.

Als einen "angenehmen Nebeneffekt", neben der feierlichen Übergabe, bezeichnet Müller die Vergünstigungen, etwa bei Banken, Veranstaltungen, oder in Geschäften, die die Kartenbesitzer erhalten. Diese könnten dann nicht nur in Sprockhövel, sondern auch in allen NRW-Kommunen, die eine solche Karte eingeführt haben, eingesetzt werden.

Doch genau dieser "angenehme Nebeneffekt" sorgte am Mittwoch für eine Meinungsverschiedenheit. Denn den CDU-Mitgliedern ist die reine Idee der Vergünstigungen zu wenig. "Wir müssen wissen, welche Firmen mitmachen, und wie konkret die Vergünstigungen aussehen sollen, um eine solche Ehrenkarte zu beschließen", sagt Sauer.

Müller sieht das anders: "Wie sollen Firmen und Banken akquiriert werden, wenn noch nicht mal klar ist, ob es eine Ehrenamtkarte eingeführt wird. Das hätte sie gerne im Ausschuss diskutiert. Jetzt vergingen bis zur nächsten Sitzung Monate, ohne dass etwas passiere.

Fünf Stunden pro Woche muss ein Anwärter ehrenamtlich arbeiten

83 Kommunen haben die Ehrenamtskarte bisher eingeführt. An 8165 NRW-Bürger ist sie bereits vergeben worden. Die Kriterien sind hart: Mindestens zwei Jahre lang muss ein Karten-Anwärter im Durchschnitt fünf Stunden pro Woche unentgeldlich für den guten Zweck gearbeitet haben. Auch Mitglieder freier Initiativen ohne Vereinsstatus würden in die Vergabe einbezogen.

Nun ist das Thema erstmal vom Tisch. "Das heißt nicht, dass wir die Karte nicht wollen", betont Sauer. Wann sie kommt, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

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