Ehrenamtliche Brandschützer wünschen sich ordnungsgemäße Räumlichkeiten.

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Großbild N.N.

So wie in dieser Schnittzeichnung aus dem Vorentwurf soll sich das Feuerwehrhaus künftig von der Straße aus gesehen darstellen. Links im Vordergrund die neuen Stellplätze für die Löschfahrzeuge. Zeichnung: Stadt Sprockhövel

Haßlinghausen. Unter welchen baulichen Bedingungen sollen die Feuerwehrleute in Haßlinghausen künftig ihre ehrenamtliche Arbeit leisten? Diese Frage müssen die Ratsparteien am heutigen Nachmittag in ihrer Sitzung beantworten. Konkret geht es darum, ob die unbestritten schlechten Zustände im Feuerwehrhaus am Rathausplatz lediglich durch einen Garagenneubau oder durch einen weitergehenden Anbau verbessert werden sollen.

Die aktuelle Entwurfsplanung sieht zwei Bauabschnitte für eine Erweiterung der bestehenden Gebäude vor. Im ersten Abschnitt sollen eine Fahrzeughalle und ein Teil des Sozialtraktes errichtet werden. Diese sollen im zweiten Abschnitt durch Umkleide-, Dusch-, Sozial-, Büro- und Lagerräume sowie einen Besprechungsraum ergänzt werden.

Feuerwehr bezeichnet kompletten Anbau als dringend erforderlich

Für Christian Zittlau, den Leiter der Sprockhöveler Feuerwehr, steht fest: „Das ist das Minimum, was gemacht werden muss und für die Erfüllung unserer Aufgabe erforderlich. Das Konzept ist durchdacht und nicht überzogen.“

Wie eine Umfrage der WZ ergab, sehen das allerdings nicht alle Politiker so. Für die CDU ist der zweite Bauabschnitt aus finanziellen Gründen nicht realisierbar. Sie will für eine abgespeckte Version nur 850 000 Euro bereitstellen. Die FDP hält die Pläne für überdimensioniert und wird deshalb voraussichtlich dem CDU-Antrag zustimmen.

Die SPD hat angekündigt, den Plänen in vollem Umfang zuzustimmen, unter anderem, weil endlich erforderliche Sanitäranlagen entstehen sollen. Auch der Vertreter der Linken wird voraussichtlich den Plänen zustimmen.

Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme werden derzeit von der Verwaltung auf 1,3 Mio. Euro (einschließlich Nebenkosten) geschätzt. Im Finanzplan der ZGS sind für 2013 und 2014 je 600 000 Euro und für 2015 100 000 Euro vorgesehen.

Die Grünen haben bisher ebenfalls eine kleinere Variante bevorzugt, wollten aber gestern Abend noch einmal die finanzielle Lage und die Argumente der Feuerwehr abwägen. Sie könnten in der Abstimmung des Stadtrates also die entscheidende Rolle spielen.

Man darf gespannt sein, welchen politischen Rückhalt die ehrenamtlichen Nothelfer für ihre Arbeit bei der Abstimmung des Rates tatsächlich haben werden.

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