42-Jähriger hat sich 66 Mal zu spät bei der Polizei gemeldet.

Wuppertal. Weil er sich 66 Mal zu spät bei der Polizei gemeldet hat, stand ein verurteilter Ex-Terrorist aus dem Gaza-Streifen am Donnerstag erneut vor Gericht. Im Jahr 2005 war der Mann als Mitglied der Terrororganisation Al-Tawhid in Düsseldorf zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Die vier Angeklagten sollen Anschläge in Berlin und Düsseldorf geplant haben.

Die Strafe hat der 42-Jährige komplett verbüßt, lebt seit seiner Freilassung in einem engen Sicherheitskorsett: Das Ausländergesetz verbietet ihm ein Studium, die Heirat mit seiner Wuppertaler Freundin, die Heimkehr in den Gaza-Streifen, Arbeit und das Verlassen Wuppertals. Gleichzeitig muss er sich täglich melden. Das hat er seit seiner Freilassung auch getan – allerdings nicht in der vorgeschriebenen Zeit zwischen 10 und 12 Uhr.

Er fühle sich durch die Auflage schikaniert, bekannte der Mann am Donnerstag. Das Landgericht verurteilte ihn zu einer einjährigen Haftstrafe mit Bewährung und verwies auf die „schwierige Situation“ und darauf, dass der 42-Jährige sich mittlerweile an die Meldeauflagen halte. spa

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