Von Andreas Boller
Bundesministerin Ursula von der Leyen war am Donnerstag als Gastrednerin der Star des Abends beim Neujahrsempfang der CDU Wuppertal.
Ministerin Ursula von der Leyen sprach den Wuppertalern am Donnerstagabend Mut bei der Bewältigung des Strukturwandels zu. Das Interesse am Neujahrsempfang der CDU war auch in diesem Jahr bei Vertretern und Repräsentanten anderer Parteien sowie der Kirchen, Vereine und Verbände groß.
Wuppertal. Sollten Zuversicht und Optimismus ansteckend sein, dann war Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, am gestrigen Donnerstagabend ohne Zweifel die Idealbesetzung für den Neujahrsempfang der CDU Wuppertal, die ein schweres Jahr 2011 hinter sich und schwere Aufgaben 2012 vor sich hat.
Plädoyer für Europa und ein gerechtes Miteinander
In dem bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Ratssaal hielt Ursula von der Leyen nach der Begrüßung durch den C+DU-Kreisvorsitzenden Jürgen Hardt ein Plädoyer für die europäische Idee und das europäische Sozialmodell. Sie forderte den Mindestlohn, „den Gewerkschaften und Arbeitgeber aushandeln sollten“, und machte sich für gerechte Renten für Menschen stark, die trotz eines langen Berufslebens im Alter nicht auf fremde Hilfen angewiesen sein dürften. Die Forderungen der Ministerin, Strukturen zu ändern und Werte zu erhalten, mögen zwar nicht grundlegend neu sein, und ihre Rede bot erwartungsgemäß auch keine politischen Überraschungen – doch das dürfte für viele ihrer Zuhörer ohnehin zweitrangig gewesen sein.
Sie nutzten vielmehr die Gelegenheit, um sich mit eigenen Augen ein Bild von jener Frau zu machen, der viele zutrauen, erste Bundespräsidentin Deutschlands zu werden. Den Wuppertalern sprach die Ministerin ihren Respekt für die Anstrengungen aus, den schwierigen Strukturwandel der Stadt zu schaffen. „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen“, zitierte sie Goethe.
Oberbürgermeister Peter Jung dankte Ursula von der Leyen und lud sie zu einem Folgebesuch ein, um zum Beispiel die Junior-Uni kennenzulernen. Ein Projekt, das wie der prominente Gast aus Berlin den weit verbreiteten Zukunftsängsten die Zuversicht entgegensetzt, diese Zukunft selbst gestalten zu können.
„Ich habe mir selbst ein Zeitfenster von fünf Minuten gegeben.“
Bundestagsabgeordneter Jürgen Hardt in Anspielung auf die „berühmten“ Zeitfenster von Ursula von der Leyen, der siebenfachen Mutter.
„Wenn sie mit 80 japanisch lernen wollen, gehen sie nicht zur Volkshochschule, sondern verlieben sich in eine Japanerin“.
Ursula von der Leyen zu den Chancen des demografischen Wandels.



