Die Aufstockung der Bibliothek ist abgeschlossen. Ab heute können 200 zusätzliche Leseplätze genutzt werden.

Der neue Leseaal bietet 200 Leseplätze, einige befinden sich auf den „Dächern“ der Rotunden.
Der neue Leseaal bietet 200 Leseplätze, einige befinden sich auf den „Dächern“ der Rotunden.

Der neue Leseaal bietet 200 Leseplätze, einige befinden sich auf den „Dächern“ der Rotunden.

Andreas Fischer

Der neue Leseaal bietet 200 Leseplätze, einige befinden sich auf den „Dächern“ der Rotunden.

Grifflenberg. Das Auge liest mit und steigert den Appetit – selbst auf schwer verdaulichen Lesestoff. In Abwandlung einer alten kulinarischen Weisheit lassen sich so die ersten Eindrücke aus dem neuen Lesesaal der Universitätsbibliothek beschreiben. 200 Leseplätze wurden dort durch die Aufstockung der Bibliothek neu geschaffen. Die architektonische Lösung ist dabei verblüffend gut gelungen. „Es ist“, so die Beschreibung des Architekten Richard Schmalöer, „ein Raum entstanden, der nicht nach Arbeit aussieht, aber wunderbare Arbeitsmöglichkeiten bietet“.

Projekt der Universität bleibt im Kostenrahmen von 3 Millionen Euro

Widerspruch der Bergischen Universität, dem Bauherren, muss das Dortmunder Architekturbüro Schamp und Schmalöer nicht befürchten, denn die Vorfreude auf die lang ersehnten Arbeitsplätze war am Mittwoch so groß wie die Erleichterung darüber, dass das 3 Millionen Euro teure Projekt im Kosten- und Zeitrahmen geblieben ist. „Viele Arbeitsplätze in der Bibliothek mussten in den vergangenen Jahren Büchern und Neuen Medien weichen“, sagte Uni-Rektor Prof. Lambert T. Koch. Mit dem Lesesaal seien „Arbeitsplätze nach den neuesten Regeln der Kunst“ geschaffen worden.

Bibliotheksdirektor Uwe Stadler lobte die Planung und Ausführung sowie eine hervorragende Kommunikation von der Planungszelle bis zu den ausführenden Firmen. Zudem erinnerte er daran, dass der frühere Bibliotheksdirektor Dieter Stäglich, der zu den Gästen der Eröffnungsfeier zählte, bereits 1992 das Projekt angestoßen habe. Nachdem die Pläne mehrfach an der Finanzierung gescheitert waren, nahm die Universität im Februar 2009 die Finanzierung und damit die Umsetzung in ihre Hand.

Der neue Lesesaal erfüllt gleich mehrere Funktionen: Er bietet fest installierte Computerplätze und im Innern von Rotunden drei dringend benötigte Gruppenarbeitsräume. Treppen führen auf die „Dächer“ der Rotunden, wo Sitzecken zum Verweilen und Entspannen einladen. Auch von diesen kleinen Dachterrassen aus bietet sich ein herrlicher Blick hinunter auf die Stadt.

Bücherregale, die vollgepackt mit Büchern sind, sucht man in dem neuen Lesesaal vergebens. Tonnenschwere Bücherlasten auf dem Dach des Gebäudes – das hätte die Statik auch nicht zugelassen. So ist ein Raum entstanden, der sich deutlich von den eher tristen Nachbargebäuden abhebt. Ab heute soll der neue Saal für alle Studenten und Besucher der Universität zugänglich sein. Mehr Infos dazu gibt’s im Internet auf:

600 Quadratmeter Nutzfläche. Der Außendurchmesser der Aufstockung beträgt 26,28 Meter, am höchsten Punkt ist sie 10,05 Meter hoch, am niedrigsten 7,83 Meter. Die Raumhöhe beträgt sechs Meter. Zur Finanzierung wurden Eigenmittel der Universität und zum Teil auch Studiengebühren verwendet.

www.bib.uni-wuppertal.de

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