Von Thomas Besche
Keine Frage: Thorsten Westhoff hat große Verdienste um den professionellen Volleyballsport in Wuppertal. Ohne ihn wären 2008 nach dem Rückzug der Bayer AG die Lichter ausgegangen. Der Macher ließ sich auch von der mäßigen sportlichen und der mageren Zuschauer-Bilanz in den vergangenen vier Jahren nicht entmutigen, steht weiter zu seinem Projekt, das er auch als lokal-patriotischen Beitrag versteht. So weit, so löblich.
Weniger löblich dagegen, wie Westhoff in den vergangenen Jahren seine Position als Macher immer wieder dazu ausnutzt, um sich in Pressekonferenzen selbst zu inszenieren. Der Höhepunkt erfolgte am Samstag. Pünktlich zum Karneval stieg er mal wieder in die „Bütt“, um nach einer nicht zum ersten Mal in dieser Saison schwachen Mannschaftsleistung ordentlich gegen das eigene Team vom Leder zu ziehen. Westhoff übernahm nicht, wie sonst üblich, die Moderation der Presse- und Zuschauerkonferenz, sondern distanzierte sich von der Team- und Trainerleistung, indem er einen Zuschauer am Rednertisch Platz nehmen ließ und selbst aus dem Auditorium heraus Fragen stellte. Sein Frust entlud sich in niveaulosen Vergleichen und provokanten Fragen über ein in der Tat aktuell nicht erstligareifes Team. Wie viel Geld sie denn auf einen Sieg der Mannschaft beim nächsten Spiel in Tecklenburg setzen würden, wurden Kapitän Peter Lyck und Trainer Georg Grozer vom Manager gefragt. Der Fremdschäm-Faktor war extrem hoch. Westhoff schafft mit seiner wenig konstruktiven Kritik ein Klima, durch das das Team in dieser wichtigen Phase der Saison zusätzlich verunsichert wird.
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