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Vor etwa zehn Jahren hatte die evangelische Kirche in Wuppertal noch zirka 3000 Kindergartenplätze in ihrer Obhut. Derzeit sind es noch etwa 1500. Sollte der evangelische Kindertagesstättenverein (EKV) wie beabsichtigt nur 15 seiner 31 Einrichtungen behalten, dann wären es nur noch rund 750 Plätze.

Die evangelische Kirche in Wuppertal befindet sich in einem Teufelskreis. Die rasant schrumpfende Zahl der Gemeindeglieder führt zu erheblich geringeren Kirchensteuereinnahmen – und das wiederum dazu, dass sich die evangelische Kirche von einem Teil ihrer Infrastruktur trennt. Vergangene Woche hatte die Gemeinde Gemarke-Wupperfeld beschlossen, Kirchen und Gemeindehäuser zu schließen, der EKV will sich von möglicherweise 15 Kindergärten trennen.

Das ist für die Kirche ein gefährlicher Weg. Kirche ist mehr als der abstrakte Zusammenschluss von Gläubigen. Ein aktives Gemeindeleben erfordert einen Teil dieser Infrastruktur. Die in Wuppertal einst dominante evangelische Kirche befindet sich in Gefahr, massiv an Bedeutung zu verlieren.

 

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