Am Samstag wurde auf der Hardt ein weiteres Zeichen gegen Müllberge gesetzt – mit einer großen Kunstaktion.

Wuppertals grünes Wohnzimmer immer im Blick: Aliyah (8) und Johanna (9) machten bei der Aktion für die saubere Hardt mit.
Wuppertals grünes Wohnzimmer immer im Blick: Aliyah (8) und Johanna (9) machten bei der Aktion für die saubere Hardt mit.

Wuppertals grünes Wohnzimmer immer im Blick: Aliyah (8) und Johanna (9) machten bei der Aktion für die saubere Hardt mit.

Uwe Schinkel

Wuppertals grünes Wohnzimmer immer im Blick: Aliyah (8) und Johanna (9) machten bei der Aktion für die saubere Hardt mit.

Wuppertal. „Ich habe Glitzerfarbe gefunden!“, ruft die neunjährige Johanna ihrer Freundin Aliyah aufgeregt zu, kniet sich kurzerhand vor einen blank geschmirgelten Mülleimer auf der Hardt und sprüht munter drauf los. Was das Kunstwerk später darstellen soll? „Das wissen wir noch nicht“, sagen die beiden. Hauptsache, es erfüllt seinen Zweck: „Wir wollen etwas Schönes machen, damit die Leute den Müll nicht mehr auf den Boden werfen“, erklärt Johanna.

Der Anlass ist nach wie vor ernst: Die Interessengemeinschaft „Hardteinander“ hat am Samstag zur Aktion „Mit Farbe gegen Müll“ eingeladen. Auch Viviane Mehlhardt war mit dabei: „Wir sind oft am Wochenende hier. Wenn sich auf der Hardt dann der Müll türmt, tut mir das weh“, erzählt die 19-Jährige.

„Hardteinander“: Längst ist das Engagement auch eine Marke

Auch Tobias Gundlach wollte sich mit der Müllbergen auf der Hardt nicht zufriedengeben. „Die Wiese hier ist wie ein zweites Wohnzimmer für mich. Dort sieht es aber nicht so aus“, erklärt der 23-Jährige bestimmt. Um auf die Müllproblematik aufmerksam zu machen, hob Gundlach mit seiner Freundin Isabell Riesner vor einem Jahr die Interessensgemeinschaft aus der Taufe.

Die Zeichen sind gesetzt: Auf dem Elisenfest verteilten sie selbstgestaltete „Hardteinander“-T-Shirts. „Inzwischen sieht man auch einige Leute damit auf der Hardt“, freut sich Gundlach. Durch die Aktionen wolle er weitere Zeichen setzen, das Bewusstsein der Menschen ändern. Müllpolizisten seien die Mitglieder der Interessengemeinschaft hingegen nicht.

Annette Berendes vom Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt Wuppertal ist derweil vom Engagement der Jugendlichen begeistert: „Die Aktionen sind klasse, wir unterstützen das, so gut wir können“. Auch der Hardtförderverein macht mit: Er hat den Druck der T-Shirts gesponsert.

Die Interessengemeinschaft will Zeichen setzen. Dafür hat sie ein grünes T-Shirt entworfen. Es zeigt ein Herz, das zur Hälfte aus einem Baum besteht. Die T-Shirts gibt es auf den Aktionen der IG.

Am 2. Juni geht es am Pavillon auf der Hardt mit der Mülleimer-Aktion weiter. Auch am 28. Juli ist ein Treffen geplant. Am 18. und 19. August mischen die Jugendlichen beim Elisenfest mit.

 

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