Verdächtiger soll eine Art Totenwache in der Wohnung der Opfer gehalten haben

Wuppertal. Zwei Tage nachdem in einer Wohnung an der Friedrich-Engels-Allee die Leichen einer 53 Jahre alten Frau und deren 15  Jahre alter Tochter gefunden worden sind, ist der Fall gelöst. Die Kripo hat einen 30 Jahre alten Hausbewohner unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Der Mann soll gestanden haben, die beiden Frauen nach einem Beziehungsstreit getötet zu haben.

Er befindet sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft hat der Wuppertaler gestanden, erst die Tochter nach einem Streit im Bett mit einem Kissen erstickt zu haben. Danach sei er ins Schlafzimmer der Mutter gegangen, habe die 53-Jährige mit einem Fleischklopfer geschlagen und dann ebenfalls im Bett erstickt. Im ersten Fall geht die Kripo von Totschlag, im Fall der Mutter von Mord zur Verdeckung einer Straftat aus. Laut Kripo hatte sich der 30-Jährige in die 15-Jährige verliebt. Die Mutter des Mädchens soll die Beziehung geduldet haben.

Der Mann - er wohnte seit Anfang des Jahres gleich nebenan - sei bis zur Tat quasi bei der 15-Jährigen ein- und ausgegangen, habe dort auch übernachtet. Wie berichtet, lagen die Leichen mehrere Tage in der Wohnung. Der 30-Jährige habe zugegeben, nach der Tat aus Liebe zu der 15-Jährigen immer wieder in die Wohnung gegangen zu sein. Wegen des sich ausbreitenden Leichengeruchs habe er dort den Boden gewischt, gelüftet und schließlich die Schlafzimmertüren abgedichtet. Unter anderem habe er ein Kuscheltier zur Erinnerung an die 15-Jährige mit in seine Wohnung genommen. Dem 30-Jährigen, der wegen Delikten wie Körperverletzung, Diebstahl und Betrug polizeibekannt ist, droht jetzt eine lebenslängliche Freiheitsstrafe.

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