Von Andreas Boller
Im kommenden Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Geplant ist ein vierstöckiges Gebäude mit Seminarräumen und einer Mensa.
Die baulichen Voraussetzungen für einen Neubau in Unterbarmen sind geschaffen.
Haspel. Ein stabiler Holzzaun rahmt seit einigen Tagen das brachliegende Grundstück an der Pauluskirchstraße 7 ein. Die Bergische Universität plant dort in Zusammenarbeit mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) einen viergeschossigen Neubau. Die Bauarbeiten sollen 2013 beginnen und werden voraussichtlich bis 2015 dauern.
„Wir wünschen uns ein optisch anspruchsvolles Gebäude.“
Georg Rümker, Uni Wuppertal
Mit dem Neubau schließt die Bergische Universität eine große Lücke auf dem Campus Haspel. „Der Holzzaun wurde errichtet, weil der Platz bis zum Baubeginn im kommenden Jahr nicht als Parkplatz genutzt werden soll“, sagt Georg Rümker, Ständiger Vertreter des Kanzlers der Bergischen Universität. Die Uni will verhindern, dass der Boden auf der Brachfläche durch die Last parkender Fahrzeuge verdichtet wird.
Dies würde die Bauarbeiten behindern, denn auch das neue Haus soll unterkellert werden. Im Sommer 2011 waren nach dem Abriss des aus den 50er Jahren stammenden Hochhauses von dem Grundstück 30.000 Kubikmeter Steine, Beton, Stahl, Holz und Gipskarton abtransportiert worden. Geschichte ist seitdem auch der Luftschutzkeller, der sich unter dem Kellergewölbe befand. Nachdem die Finanzierung des Neubaus inzwischen gesichert ist, geht es in den Verhandlungen zwischen der Universität und dem Bauherren BLB nun um die planerischen Details.
„Wir wünschen uns ein optisch anspruchsvolles Gebäude, wie es auch die Stadt Wuppertal für diese exponierte Stelle an der B 7 erwartet“, sagt Georg Rümker. 2500 Quadratmeter für Seminar- und Arbeitsräume werden der Universität als Mieter des BLB nach der Fertigstellung im Jahr 2015 zur Verfügung stehen. Außerdem steht dann auf dem Campus Haspel auch wieder eine Mensa zur Verfügung.
Das zusätzliche Raumangebot am Haspel bringt Veränderungen für die anderen „Filialen“ der Bergischen Universität in der Nachbarschaft mit sich. So werde die Universität ab 2015 die gemieteten Räume aufgeben, und auch der Containerpark werde dann nicht mehr benötigt, erklärt Georg Rümker.
Räume im Wicküler Park werden eventuell nicht mehr gebraucht
Mit vier Geschossen wird das Gebäude kleiner ausfallen als der frühere Hochhaus-Klotz, der vielen Wuppertalern noch von Vorbeifahrten auf der Talachse in Erinnerung sein dürfte. Die Kosten für das neue Gebäude werden auf sieben bis zehn Millionen Euro geschätzt.
Im Wicküler Park, wo Räume angemietet worden sind, will sich die Uni „kleiner setzen“, da der Uni-Betrieb an der Pauluskirchstraße 7 konzentriert werden soll. Das benachbarte vierstöckige Gebäude HB (Fachbereich Architektur) auf dem Campus Haspel war dort schon im Jahr 2009 für rund 3,9 Millionen Euro vom BLB energetisch und brandschutztechnisch saniert worden. Mit dem Neubau an der B 7 erfährt der Campus eine weitere Aufwertung. So wie von der Universität gewünscht, wird die Präsenz der Hochschule in der Stadt auch baulich noch stärker betont.



