Der Schaustellerverein lädt vom 15. bis 18. Juni ans Stadion am Zoo ein – mit sechs großen Attraktionen.

Die „Geisterstadt“ ist eine von sechs großen Attraktionen der Kirmes rund ums Stadion am Zoo (Bild vom NRW-Tag 2008)
Die „Geisterstadt“ ist eine von sechs großen Attraktionen der Kirmes rund ums Stadion am Zoo (Bild vom NRW-Tag 2008)

Die „Geisterstadt“ ist eine von sechs großen Attraktionen der Kirmes rund ums Stadion am Zoo (Bild vom NRW-Tag 2008)

Bis zu 40 Meter hoch geht es für die Kirmesbesucher beim „Air-Crash“ – bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern.

www.funfair-area.de/Archiv, Bild 1 von 2

Die „Geisterstadt“ ist eine von sechs großen Attraktionen der Kirmes rund ums Stadion am Zoo (Bild vom NRW-Tag 2008)

Sonnborn.  Der Titel ist bewusst mutig gewählt. Das räumt Michael Petersen vom Schaustellerverein Wuppertal ein. Die „Mega-Kirmes“ soll vom 15. bis 18. Juni Besucher an das Stadion am Zoo locken. Wenn es nach Petersen und seinen Mitstreitern geht, wird aus der Premiere eine Dauereinrichtung werden. „Wir wollten einfach etwas Neues machen“, erklärt der WSV-Fan, der mit dem Gelände rund um die Heimstätte seines Lieblingsvereins auch sein Wunsch-Areal für die Kirmes gefunden hat.

„Das ist eine zentrale Lage, die jeder kennt“, sagt Petersen und hofft, dass die Besucher strömen werden. Denn wenn die Zahlen stimmen, wird es eine Neuauflage geben. Der Schaustellerverein ist optimistisch, dass die „Mega-Kirmes“ keine Eintagsfliege werden, sondern an die Tradition der Großveranstaltungen in Sonnborn anknüpfen wird.

Sechs große Attraktionen gilt es für Kirmesfans zu entdecken. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Flug im „Air Crash“, der Fahrgäste „ein wahnsinniges Fluggefühl“ bei einer Höhe von 40 Metern und einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern erleben lässt? Oder ein paar Drehungen im „High Impress“, dessen Slogan – „Sind wir zu schnell – bist Du zu schwach“, erahnen lässt, um was es geht? Oder „die beste Geisterbahn, die durch Deutschland fährt“?

Besucher aus dem ganzen Bergischen Land sollen kommen

Doch bei allem Nervenkitzel – Petersen weist bei der Aufzählung der Höhepunkte schnell darauf hin, dass die Veranstaltung als Familienkirmes geplant ist. Sie solle sich etwa von der Kirmes am Carnaper Platz abheben. Nicht nur die Fahrgeschäfte sollen stimmen, zu denen auch mehrere Kinderkarussells gehören, sondern auch das Drumherum. „Es wird eine schöne Dekoration geben“, kündigt er an, „dazu viele Sitzgelegenheiten.“

Überhaupt gehe es darum, „bei den Leuten eine hohe Verweildauer zu erreichen“. Er hoffe, dass auch Zoobesucher nach dem Besuch bei Anori & Co. noch Lust auf Buden und Spaß haben. „Die müssen bei uns vorbei.“

Als der Termin für die Kirmes gefunden war, stand, so Michael Petersen, noch nicht fest, dass die Schwebebahn nicht fahren wird. Eine Verlegung sei aber nicht mehr möglich gewesen. Er wolle aber noch einmal Kontakt mit den WSW aufnehmen, was die Frequenz des Ersatzverkehrs angehe. Grundsätzlich, so sagte eine Sprecherin gegenüber der WZ, seien Absprachen möglich.

Bereits im vergangenen Herbst hatte Petersen mit der Stadt Kontakt aufgenommen und wegen der Nutzung des Stadiongeländes angefragt. Für Diskussionen hatte die Veranstaltung in der Bezirksvertretung Elberfeld-West gesorgt. Einige Lokalpolitiker hatten sich nicht ausreichend genug informiert gefühlt, zudem übte die WfW Kritik am Standort.
 

Zwar fahre die Schwebebahn ausgerechnet am Kirmes-Wochenende nicht (siehe Kasten), doch zumindest die Aufbauarbeiten bekämen ja auch die Fahrgäste mit, so Petersen, und wüssten damit, dass etwas in Sonnborn los ist. Der Termin sei zudem so gewählt, dass andere Veranstaltungen der Kirmes nicht in die Quere kommen.

Als Einzugsgebiet sieht er nicht nur Wuppertal, sondern das ganze Bergische Land. „So eine Kirmes ist Werbung für die ganze Stadt“, betont Petersen. Und wenn alles mitspielt, wird die Mega-Kirmes in den nächsten Jahren noch größer. Petersen könnte sich eine Ausweitung auf die Parkplätze am Sonnborner Ufer vorstellen.

 

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