Am Ottenbruch sind 350 Meter frisch asphaltiert. Bis zum Sommer soll der Weg bis zur Mirke komplett fertig sein.

Im Einsatz: Mitarbeiter der Remscheider Firma Dohrmann haben die Nordbahntrasse am Ottenbruch gestern asphaltiert.
Im Einsatz: Mitarbeiter der Remscheider Firma Dohrmann haben die Nordbahntrasse am Ottenbruch gestern asphaltiert.

Im Einsatz: Mitarbeiter der Remscheider Firma Dohrmann haben die Nordbahntrasse am Ottenbruch gestern asphaltiert.

Uwe Schinkel

Im Einsatz: Mitarbeiter der Remscheider Firma Dohrmann haben die Nordbahntrasse am Ottenbruch gestern asphaltiert.

Wuppertal. 1,70 Euro für einen Liter Sprit? Eine Antwort für alle, die ihr Auto auf kurzem Weg in Elberfeld gerne einmal stehen lassen möchten, ist seit Mittwoch frisch asphaltiert: Auf gut 350 Metern Länge verfügt die Nordbahntrasse am Ottenbruch als Rad- und Wanderweg jetzt über eine erste Asphaltschicht.

In Kürze folgt noch die Deckschicht

Die so genannte Tragschicht wurde Mittwoch früh von Mitarbeitern der Firma Dohrmann eingebaut und ergänzt den bereits gepflasterten Fußweg, den der zweite Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten im Bauabschnitt der Stadt Wuppertal errichtet hat. Damit ist die gut sechs Meter breite Trasse in diesem Bereich jetzt schon einmal komfortabel zu benutzen.

Es folgt in den kommenden Tagen allerdings noch die finale Deckschicht, und auch der gepflasterte Weg muss noch festgerüttelt und nachgesandet werden, um alles komplett zu haben – wie Uwe Sens vom Verkehrsressort der Stadt beim Ortstermin erklärt. Zu den anstehenden Bau-Etappen in diesem Abschnitt – er zieht sich bis zum Bahnhof Mirke – gehört unter anderem auch der „Tanztunnel“ Dorrenberg. Für dessen Sanierung mit Spritzbeton sind drei bis vier Monate veranschlagt.

Sobald der „Tanztunnel“ fertig ist, soll die Trasse bis zur Mirke in einem Zug abschließend mit Trag- und Deckschichten asphaltiert werden. Zielmarke für den Abschluss aller Arbeiten in diesem Abschnitt ist der August dieses Jahres, berichtet Frank Meyer, Verkehrsdezernent der Stadt Wuppertal.

Nach dem Ende der Winterruhe könne man nun auch wieder die Bauarbeiten in den Tunnel-Anlagen aufnehmen. Jenseits dessen laufen derzeit Gespräche zwischen der Stadt und Wuppertalbewegung, die sich unter anderem auch um die Viadukte der Nordbahntrasse drehen.

Zufahrt von der Briller Straße ist in Arbeit

Zu hoch angelegte Randsteine auf dem „städtischen“ Teil der Nordbahntrasse haben für Diskussionen gesorgt. Wie die Stadt nun erklärte, gehe es um punktuelle und technisch vertretbare Abweichungen von etwa einem Zentimeter, was beim Wegebau Mehrkosten von nur etwa 1400 Euro mit sich bringe. mel

Aktuell werden in Höhe der Briller Straße außerdem Erdarbeiten erledigt. Dort entsteht eine der Zufahrten zur Nordbahntrasse, die notfalls auch Einsatzfahrzeugen zur Verfügung steht: Die im innerstädtischen Bereich sechs Meter breite Trasse für Radfahrer, Skater und Fußgänger ist mit einem Gewicht von bis zu 20 Tonnen belastbar und kann im Nottfall als Straße genutzt werden – aber auch nur dann, wie Meyer auf WZ-Nachfrage betont. Wie berichtet, wird die Nordbahntrasse so hergerichtet, dass sie in den kommenden 20 Jahren – von Wartungen und Pflege abgesehen – keine weitere Arbeit macht. Die Unterhaltung und Prüfung der Trasse wird mit 500 000 Euro pro Jahr zu Buch schlagen. Nach derzeitigem Stand wird das die Trassenmeisterei schultern – mit Kräften des zweiten Arbeitsmarktes.

 

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