34920805804_9999.jpg
Großbild Pascal Gayk

Guido Gayk malt heute vor allem digital.

Alles begann mit Vincent van Gogh. Zehn Jahre war der kleine Guido Gayk damals alt, 1973, als das Bild „Sternennacht“ des holländischen Maler-Genies in seinem Kunstunterricht besprochen wurde. Bei einem Unicef-Kinder-Malwettbewerb im Schönebecker Busch malte Guido das Bild aus der Erinnerung nach – und gewann den ersten Preis. Spätestens da war klar: Der Wuppertaler Junge, der sich immer schon gern mit dem Malkasten in seine Bilderwelt zurückzog, hatte Talent. „Von da an spielte die Kunst in meinem Leben eine bedeutende Rolle“, erinnert sich Gayk.

Im Rückblick erscheinen die weiteren Stationen fast folgerichtig: Nach dem Abitur 1983 zunächst Einstieg in eine Galerie an der Alsenstraße, wo auch mal die eigenen Werke ausgestellt wurden. Später Studium des Kommunikationsdesigns an der Bergischen Uni mit Lehrern wie Bazon Brock, Michael Badura, Ursula Wevers oder Marc Izikowitz, wo Gayk nicht nur Fotografie und Film zu nutzen lernte – vor allem brachte Badura die kunstinteressierten Studenten mit der damals in weiten Kreisen noch verpönten digitalen Bildgestaltung in Verbindung. Ein Kontakt mit Folgen: Digitale Malerei ist heute ein Schwerpunkt Gayks, der inzwischen in Ronsdorf lebt und arbeitet. Seine Bilder werden aufwendig am Computer nachbearbeitet – bis zu Dutzende Schichten malerischer und grafischer Komponenten fließen in den fertigen, oft sehr farbenfrohen Werken ineinander. Daneben ist Gayk aber immer wieder auch filmisch oder fotografisch sowie in der klassischen Malerei tätig – „ein Grenzgänger zwischen den Genres“, wie er selbst sagt. In Wuppertal wird sein Werk wohl spätestens im Herbst bei der Woga wieder zu sehen sein. Mehr Infos bis dahin im Internet:

www.guidogayk.de

 

Auch Sie wollen als Künstler der Woche in der WZ erscheinen? Wie das geht, steht hier.

Leserkommentare