Die St. Antonius-Schule holt den ersten, die Sophienschule den zweiten Preis.

Grundschulen
Großbild ANDREAS FISCHER WUPPERTAL

Die St. Antonius Schule sagt „Voilà“ und gewinnt den ersten Preis.

Wuppertal. Mehr als drei Viertel der Schüler an der St. Antonius-Schule kommen aus Familien mit Migrationshintergrund. Das macht es nicht einfacher, die Stadt und deren Angebote kennenzulernen, um sich heimisch fühlen zu können. Mit dem Projekt „Voilà Wuppertal“ ändert sich das.

Denn die Schüler erkunden die Bandweberei, die Wupper, die Schwebebahn, den Zoo, das Uhrenmuseum, Kirchen und das Sinfonieorchester nicht nur. Sie machen aus diesen Exkursionen auch ein zweisprachiges Foto-Buch für die französische Partnerschule in Lyon.

Durch das Projekt entdecken unterschiedliche Generationen und Nationen Wuppertal. Die Kinder bilden sich selbst und werben für die Stadt. Das belohnt die Jury mit einem 1. Platz und 2000 Euro.

Der zweite und mit 1000 Euro dotierte Preis geht an die Sophienschule und das Projekt „Bildungspaten“. Diese Paten sind im Alter von 45 bis 76 Jahren - und sie engagieren sich an der Schule, um Kinder zu unterstützen, die die Lehrer zuvor ausgesucht haben. Grundkompetenzen wie das Lesen, Schreiben und Rechnen sowie Konzentrationsfähigkeit und die Sprache der Schüler werden dabei verbessert.

Die Bildungspaten absolvieren zuvor eine Fortbildung und tauschen sich außerdem regelmäßig mit pensionierten Lehrern aus. Partner dieses Projekts ist die Servicestelle Ehrenamt der Stadt Wuppertal. Woraus die Paten am Dienstag kein Geheimnis machten: Sie haben daran nicht nur selbst Spaß, sie lernen dabei auch ständig – und zwar von den Kindern.

St. Antonius-Schule

Sophienschule

Fritz-Harkort-Grundschule mit dem Projekt „Demokratie und gemeinsames Lernen“. Die Schüler lernen Mitbestimmung und demokratische Prozesse kennen – und nehmen Einfluss auf die Pausenregelung.

Grundschule Beyenburg mit dem Projekt Pausen-Knüller. Dabei können die Kinder sich in der Pause freiwillig in besonderen Tanz- oder Denkpausen beschäftigen.

Grundschule Friedhofstraße mit dem Projekt „Nachhaltige Kooperation zwischen Kitas und Grundschule“. Hier soll der Übergang zwischen Kita und Grundschule sanft vorgenommen werden. Schulen und Kitas zeigen sich gegenseitig, was sie können.

Angelo-Roncalli-Schule mit dem Projekt Leseförderung – Lesen macht Spaß“. Kinder lernen in einem kompletten Konzept unterschiedliche Lesestrategien kennen. Alle dritten Plätze erhielten 500 Euro.

Als eine Grundschulgruppe gestern gefragt wurde, wer den etwas über das Projekt erzählen wolle, gab ein Junge eine unmissverständliche Antwort. „Ich nicht“, sagte er.

Und noch eine ehrliche Antwort. Als ein Schüler gefragt wurde, wie er denn das soeben mit einem Preis ausgezeichnete Projekt findet, antwortete er fast schon diplomatisch: „Wir kommen damit klar.“

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