Die BHC-Spieler müssen in der Vorbereitung allerlei Tests über sich ergehen lassen.

Christian Hoße überzeugt beim Sprungtraining in der Klingenhalle. „Du kannst Skispringer werden“, flachsen die Kollegen.
Christian Hoße überzeugt beim Sprungtraining in der Klingenhalle. „Du kannst Skispringer werden“, flachsen die Kollegen.

Christian Hoße überzeugt beim Sprungtraining in der Klingenhalle. „Du kannst Skispringer werden“, flachsen die Kollegen.

Christian Beier

Christian Hoße überzeugt beim Sprungtraining in der Klingenhalle. „Du kannst Skispringer werden“, flachsen die Kollegen.

Wuppertal. Das Gros des Spielfeldes in der Klingenhalle ist nahezu unberührt, dennoch stehen für den Bergischen HC gerade wichtige Momente an. In der zweiten Einheit des ersten Trainingstages nach der Winterpause müssen die Profis des Zweitliga-Zweiten einige Tests über sich ergehen lassen.

Mario Huhnstock kreuzt die Arme auf der Brust und springt aus der Hocke nach oben weg, sein Chef sitzt gerade mal zwei Meter vom Torhüter entfernt und kann mittels Lichtschranke und Laptop direkt die Leistung überprüfen. „Sehr gut“, heißt es bei Sebastian Hinze, nachdem Huhnstock ohne Schwung den Sprung in die Höhe vollbracht hat.

Die Ernsthaftigkeit während der Übungen ist groß, auch die verletzten Stanko Sabljic, Max Weiß und Kristian Nippes sind vor Ort und vertreiben sich teilweise samt Kollegen die Wartezeit an den verschiedenen Teststationen mit Fußballspielen.

„Bin ich besser als Mario?“, fragt Alexander Oelze. Der Mittelmann ist es, um knapp drei Zentimeter distanziert er seinen Keeper. Es geht um Sprungkraft, aber Schnelligkeit, Frequenzen und Reaktion werden ebenso geprüft.

Auch der Flachs blüht, wenn sich ein wie immer blendend aufgelegter Michael Hegemann vermessen lässt oder die Nächsten zum Sprungtest bei Hinze antreten. „Du kannst Skispringer werden“, heißt es bei Christian Hoße, der sich im Quartett mit Jan Artmann, Richard Wöss und Kristian Nippes den Beinamen „Sprunggruppe“ verdient.

Hinze ist zufrieden mit den Werten seiner Spieler

Alles das, was der Trainer sowie Physiotherapeut Carsten Walonka und Athletik-Coach David Groeger machen, hat einen wichtigen Hintergrund. „Es geht darum, die Erkenntnisse individuell in die Trainingsarbeit einfließen zu lassen“, sagt Sebastian Hinze und hält den wissenschaftlichen Aspekt mit seinen vielen Variationsmöglichkeiten für unerlässlich. „Die Entwicklung ist durchweg positiv, es sind richtig gute Werte“, freut er sich.

Schon vor dem ersten gemeinsamen Training hatte Hinze einen hohen Grad an Fleiß in seinem Kader ausgemacht. „Alle haben Bock auf Handball“, weiß der 33-Jährige um die Extra-Schichten seiner Akteure im Fitness-Studio.

Die athletischen und konditionellen Grundlagen für die Rückrunde zu schaffen, ist eine Vorgabe. Der Ausdauertest folgt noch. Hinze wird vieles im Training unter starker Belastung abwickeln – wohl wissend, dass brenzlige Phasen wie in den knapp verlorenen Spielen erneut kommen werden.

Weiß und Nippes müssen derzeit noch pausieren

„Wir müssen an der Disziplin arbeiten und wollen Stress-Situationen durch körperliche Anstrengung simulieren“, betont Hinze, der darüber hinaus die Festigung des 5:1-Abwehrsystems vorantreiben will. Vorerst muss er dies ohne Weiß und Nippes tun.

Der Kreisläufer laboriert noch an seinem Patellasehnenspitzensyndrom (Knie) und wird bis zum 24. Januar pausieren, der Linkshänder hofft auf ein Happy End wegen seiner lädierten Schulter. Allerdings wird bei Nippes derzeit eher an ein Comeback zur Emsdetten-Partie gedacht.

 

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