Für den WBV-Pokal war der ehemalige Erstligist nicht gemeldet, wies aber den Verband schon im Juli darauf hin.

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Georg Grozer und sein Team sehen sich um gute Pokalchancen gebracht.

Wuppertal. Stell dir vor, es ist Pokal und du darfst nicht mitspielen. Genauso ist es den A!B!C Titans Bergisch Land ergangen, die zwar die Tabelle der Zweiten Volleyball-Bundesliga anführen, aber keine Chance mehr haben, den Pokalwettbewerb des Westdeutschen Volleyball Verbandes (WVV) zu gewinnen.

Nachträglicher Einstieg wäre zeitlich kein Problem gewesen

Das kam so: Aktuell wird auf WVV-Ebene noch der Pokalsieger 2010/2011 gesucht. Zum Start des Wettbewerbs im Jahre 2010 spielten die Titans in der ersten Liga, konnten also nicht gemeldet sein. Als Absteiger rückten sie in den WVV-Bereich und wunderten sich darüber, nicht bei der weiteren Auslosung berücksichtigt zu sein. Titans-Sportdirektor Lars Dinglinger sprach WVV-Präsident Matthias Fell bei einer Bundesliga-Tagung am 3. Juni darauf an. „Er hat mir die Teilnahme bestätigt“, sagt Dinglinger. Anders dagegen der WVV-Spielausschuss, der den vergessenen Titans den Einstieg in den laufenden WVV-Pokal verweigerte, obwohl der für Regional- und Zweitligisten ohnehin erst Ende September erfolgte.

Gegen diese Nichtberücksichtigung legten die Titans Widerspruch beim WVV-Bezirksgericht ein und unterlagen. Zunächst deshalb, weil laut Golo Busch, WVV-Vize-Präsident, Kapitalgesellschaften (die Titans sind eine GmbH) nicht Mitglied des WVV sein können. Nach einer neuerlichen Klage der Wuppertaler, diesmal unter der Flagge des SV Bayer Wuppertal (Inhaber der Zweitliga-Lizenz) wurde auch diese abgewiesen – jetzt aus „Verfristungsgründen“.

Manager Westhoff beklagt wahrscheinliche Einnahmeausfälle

Gegenüber der WZ sagte Busch, dass der SV Bayer, also die Titans, danach erklärt hätten, dass der Verein auf den Pokalwettbewerb verzichten wolle. Dem widerspricht Titans-Manager Thorsten Westhoff und fühlt sich weiter im Recht. „Der Vorsitzende des Schiedsgerichts hat uns tausendprozentig Recht gegeben. Doch er sagte: ‘Was soll ich machen? Die Zeit ist zu weit fortgeschritten, um euch noch in den Pokal zu bekommen’. Westhoff ist fassungslos: „Das hat es noch nie gegeben. Wir haben Anfang Juli den WVV zu einer Stellungnahme aufgefordert, aber keinerlei Antworten erhalten. Ganz klar, der wollte die Sache aussitzen.“ Westhoff ärgert sich auch über die möglichen Einnahmeausfälle. „Wir hätten wahrscheinlich den WVV-Pokal gewonnen und als Sieger im DVV-Achtelfinale gegen Bundesligist Moers gespielt, der derzeit Probleme hat. Ich gehe davon aus, dass wir auch dieses Spiel gewonnen und den Viertelfinaleinzug geschafft hätten. Diese Gelder hätten wir gerne mitgenommen.“

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