Der Bär aus Berlin ist auf dem besten Weg, ein waschechter Wuppertaler zu werden. In seinem Gehege fühlt er sich augenscheinlich wohl.

Nichts mit „Lars, der kleine Eisbär“ – der Zuwachs aus Berlin bringt um die 500 Kilogramm auf die Waage.
Nichts mit „Lars, der kleine Eisbär“ – der Zuwachs aus Berlin bringt um die 500 Kilogramm auf die Waage.

Nichts mit „Lars, der kleine Eisbär“ – der Zuwachs aus Berlin bringt um die 500 Kilogramm auf die Waage.

Andreas Fischer

Nichts mit „Lars, der kleine Eisbär“ – der Zuwachs aus Berlin bringt um die 500 Kilogramm auf die Waage.

Wuppertal. Neues Leben im Eisbärgehege: Lars, der vor etwas mehr als einer Woche aus Berlin im Wuppertaler Zoo eingetroffen ist, hat inzwischen sein neues Territorium erobert. "Lars hat derzeit die komplette Außenanlage zur freien Verfügung, kann sich an alles gewöhnen", sagt Zoo-Kurator André Stadler. "Bis jetzt hat er sich schon gut bei uns eingelebt."

Der Eisbär-Mann nutzt die Möglichkeiten seines neuen Geheges ausgiebig. Er taucht und schwimmt viel. Besondere Freude bereitet ihm sein Spielzeug, viele Bälle und Plastiktonnen. "Lars ist ein ganz toller Bär. Er ist sehr lebhaft", schwärmt Stadler, der schnell zum Fan des Neuzugangs geworden ist. Auch für die Besucher ist der Neue im Eisbärgehege ein Erlebnis. "Momentan drücken sich die Gäste bei Lars die Nasen platt."

"Lars soll Boris nicht ersetzen. Boris war einzigartig und Lars ist auf seine Art auch einzigartig."

André Stadler, Zoo-Kurator, über Lars und seinen Vorgänger Boris, der vor einigen Wochen an Altersschwäche gestorben ist...

Das liegt aber nicht nur daran, dass Lars der Vater von Deutschlands berühmtestem Eisbär ist. "Nein, Lars bringt wieder Leben in die Eisbär-Ecke. Boris war schon sehr alt, nicht mehr so agil." Der alte Eisbär war vor einigen Wochen an Altersschwäche gestorben. "Dass das passieren musste, wussten wir. Es ist traurig, aber gehört zum Zooleben dazu." Dennoch, und das ist dem Zoo-Kurator besonders wichtig, soll Lars Boris nicht ersetzen. "Boris war einzigartig und Lars ist auf seine Art auch einzigartig."

Vielleicht wird es eines Tages noch mehr Leben im Eisbärengehege geben. Kleines Leben. Doch zunächst müssen sich Lars - der seine Zeugungsfähigkeit in Berlin bereits unter Beweis gestellt hat - und Eisbärendame Jerka aneinander gewöhnen. "Natürlich wollen wir die beiden Bären eines Tages zusammenführen. Pläne dafür gibt es aber noch nicht", sagt André Stadler.

"Irgendwann möchten wir mit den beiden züchten. Kleine Eisbären wären toll."

...und über seine Hoffnungen auf ein gutes Einvernehmen zwischen Lars und Zoo-Bärin Jerka.

"Wir werden den passenden Moment abwarten. Natürlich nicht, wenn beide schlechte Laune haben." Derzeit können sich Lars und Jerka im Innengehege schon sehen und riechen. Ob sie sich auch noch nach dem ersten Treffen "riechen" können, muss sich zeigen. "Irgendwann möchten wir mit den beiden züchten. Kleine Eisbären wären toll." Für Stadler spielt es übrigens kleine Rolle, dass Lars Vater eines berühmten Sohns ist. "Lars besticht durch seinen eigenen Charakter."

Lars-Fans in der ehemaligen Heimatstadt des Eisbären sind nicht begeistert über den Umzug des Tieres. Sie bemängeln in Internet-Foren, dass der Berliner Zoo Lars in einer "Nacht- und Nebelaktion nach Wuppertal gekarrt habe".

In Lars’ neuer Heimat ist man hingegen überrascht, dass der Neuzugang bereits für Besucher zu sehen ist. Vielen Besuchern war bis vor Kurzem nicht bekannt, dass Wuppertal einen neuen Eisbären hat.

 

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